Spracherkennung in der LBU Fiori App: 3 Vorteile die Sie durch Nutzung der Funktion gewinnen.

12.02.2026|
In der Praxis scheitert eine digitale Leistungsbeurteilung selten am Formular, sondern an der Dokumentation über das Jahr hinweg: Relevante Beobachtungen entstehen verteilt, sind später nicht mehr sauber zuordenbar und führen in der Beurteilungsrunde zu Rückfragen. Die LBU Fiori App adressiert genau das mit Kommentaren pro Beurteilungskriterium, einer klaren Trennung zwischen Mitarbeiter-Sicht und internen Notizen sowie nutzerspezifischen Notizen mit Spracherkennung. Damit wird die LBU nicht nur zur jährlichen Beurteilung genutzt, sondern auch als Werkzeug im Führungsalltag.
Ausgangssituation: Ein Kommentarfeld reicht nicht
Bisher gab es in der Beurteilung ein zentrales Kommentarfeld. Führungskräfte haben dort Informationen gesammelt – jedoch ohne einen eindeutigen Bezug zu einzelnen Kriterien. Typische Folgen:
- Begründungen sind nicht kriterienscharf: Warum eine Bewertung gesetzt wurde, ist später schwer nachvollziehbar.
- Ziele und Maßnahmen verschwinden im Fließtext: Relevante Punkte sind nicht auffindbar oder werden in der Runde neu diskutiert.
- HR muss nachfragen: Die Bewertungen wirken inkonsistent, weil die Dokumentation nicht strukturiert ist.
- Zeitdruck in der Beurteilungsrunde: Was über Monate hinweg entstanden ist, wird in kurzer Zeit „rekonstruiert“.
Wenn Sie die Leistungsbeurteilung als verlässliche Grundlage für Entwicklung, Zielvereinbarung und Kommunikation nutzen wollen, muss die Dokumentation kriterienspezifisch, konsistent und schnell erfassbar sein.
Anforderungen: Nachvollziehbarkeit und Vertraulichkeit gleichzeitig
Nach Art. 32 DSGVO und § 76 BDSG brauchen Sie in einer digitalen Leistungsbeurteilung zwei Dinge gleichzeitig:
- Nachvollziehbarkeit: Pro Kriterium muss klar sein, warum die Bewertung so gesetzt wurde – idealerweise als Basis für die Ziele des Folgejahres. § 76 BDSG schreibt für automatisierte Verarbeitungssysteme vor, dass mindestens die Erhebung, Veränderung, Abfrage, Offenlegung, Kombination und Löschung personenbezogener Daten zu protokollieren sind. Die Protokolle müssen Datum, Uhrzeit, Begründung und (soweit möglich) die Identität der abrufenden Person und des Empfängers erkennen lassen, um die Rechtmäßigkeit der Verarbeitung, Integrität und Sicherheit der Daten zu überprüfen

- Vertraulichkeit: Inhalte, die Mitarbeitende sehen dürfen, müssen konsequent von internen Führungs- und HR-Notizen getrennt werden. Gemäß Art. 32 DSGVO müssen technische und organisatorische Maßnahmen getroffen werden, damit nur Befugte Zugriff auf bestimmte Inhalte haben; dazu gehört eine konsequente Trennung von sichtbaren Mitarbeitenden‑Inhalten und internen HR‑/Führungsnotizen im System (Rollen‑ und Rechtekonzept).
Lösung in der LBU: Kommentare je Kriterium, klare Sichtbarkeiten, Notizen über das Jahr
Auf Kundenwunsch wurde die LBU erweitert, da die Kommentarfunktion so stark benutzt wurde, dass es sinnvoll war, eine Spracherkennung zu installieren. Somit können die Führungskräfte ihre Bemerkungen notieren, selbst wenn es schnell gehen muss. Die neue Speech-to-Text-Funktion bringt folgende Funktionen mit sich:
- Kommentare pro Beurteilungskriterium.
Führungskräfte können jedes Beurteilungskriterium separat kommentieren.- Begründungen stehen dort, wo sie fachlich hingehören.
- Bewertungen werden nachvollziehbarer und konsistenter.
- Inhalte lassen sich strukturiert als Grundlage für Zielvereinbarungen weiterverwenden.
- Getrennte interne Notizen
Zusätzlich gibt es interne Notizen, die nur von berechtigten Personen eingesehen werden können (z. B. nach oben entlang der Hierarchie). Mitarbeitende sehen diese Inhalte nicht.- Praxisschutz durch UI-Logik:
Inhalte, die Mitarbeitende sehen dürfen, werden beim Öffnen ausgeklappt; interne Notizen bleiben eingeklappt. Das reduziert das Risiko, dass interne Hinweise versehentlich sichtbar werden, wenn Sie gemeinsam mit Mitarbeitenden am Rechner sitzen.
- Praxisschutz durch UI-Logik:
- Mitarbeiter-Einsicht optional aktivierbar
Sie können konfigurieren, dass Beurteilungskommentare, Ziele und Begründungen in die Mitarbeiter-App gespiegelt werden. So schaffen Sie Transparenz, ohne interne Inhalte offenzulegen. - Nutzerspezifische Notizen am Mitarbeitendenprofil
Zusätzlich können Sie direkt am Mitarbeitendenprofil (Klick auf den Namen) beliebig viele Notizen hinterlegen. Diese sind nutzerspezifisch: Sie sehen Ihre Notizen – andere nicht. Und sie sind ganzjährig verfügbar, nicht nur während einer Beurteilungsrunde. Dadurch gehen Beobachtungen nicht verloren und die Vorbereitung der Beurteilung wird zur kurzen Konsolidierung statt zur zeitintensiven Rekonstruktion. - Direktlink + Spracherkennung: Notieren „zwischen Tür und Angel“
Dokumentation scheitert selten am Willen, sondern an Zeit und Reibung. Speech-to-Text reduziert den Aufwand in Situationen, in denen das Tippen unpraktisch ist. Führungskräfte können so per Direktlink den Mitarbeitenden öffnen und bei Bedarf sofort eine Notiz erfassen. Das macht die Dokumentation schnell genug, um tatsächlich genutzt zu werden.
Fazit: Aus der Beurteilungs-App wird ein Führungswerkzeug
Mit dem Feature-Set verbessern Sie die Qualität der Beurteilung und gewinnen gleichzeitig Alltagstauglichkeit:
- mehr Nachvollziehbarkeit durch Kommentare pro Kriterium
- mehr Transparenz durch optionale Mitarbeiter-Einsicht
- mehr Nutzung im Jahresverlauf durch nutzerspezifische Notizen und Spracherkennung
Wenn Sie die LBU so einsetzen, dass Führungskräfte relevante Beobachtungen laufend erfassen, wird die nächste Beurteilung deutlich schneller, konsistenter und besser begründet.