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Das korrekte Verfahren für rvBea in SAP HCM

rvBEA in SAP HCM

02.03.2026|

Mit Hilfe von rvBEA in SAP HCM können Rentenversicherungsträger bei einem Arbeitgeber elektronisch Bescheinigungen anfordern. Ebenso können über diese Verfahren Anträge des Arbeitgebers oder Antworten entgegengenommen werden. Mit diesem Verfahren soll die Digitalisierung in der Rentenversicherung ausgebaut werden.
Es wird zwischen den Teilverfahren rvBEA GML57 und rvBea Forms unterschieden..

Informationen zum Teilverfahren GML57

Wenn Sie eine elektronische Anforderung der gesonderten Meldung erhalten, wird für die betroffene Personalnummer ein Satz des Infotyps „Elektronischer Datenaustausch (IT0700)“ mit dem Subtyp DXAR angelegt. Es handelt sich um einen Stichtagsinfotyp, der zum letzten Tag des Monats der angeforderten Abrechnungsperiode festgelegt wird. Mit dem nächsten DEÜV-Lauf wird die gesonderte Meldung erstellt, sofern Abrechnungsergebnisse für die angeforderte Abrechnungsperiode vorliegen.
Die manuelle Pflege des IT0700-Satzes ist nicht möglich. Zur manuellen Vorgabe eines Datums zur Abgabe der gesonderten Meldung verwenden Sie weiterhin den Infotyp „Datumsangaben (IT0041)“.
Sollte bei der Verarbeitung der Anforderung festgestellt werden, dass die DEÜV-Meldung „GD 57“ nicht erstellt werden kann, wird der Infotyp „Elektronischer Datenaustausch (IT0700)“ mit dem Subtyp DXAR und Angabe des vorliegenden Hinderungsgrundes erstellt.

Folgende Hinderungsgründe können vorliegen:

  • 11 Kein Beschäftigter zur Versicherungsnummer vorhanden
  • 12 Fehler im Datenbestand
  • 13 Gesonderte Meldung bereits übermittelt
  • 14 Es liegt kein Beschäftigungsverhältnis mehr vor
  • 15 Beschäftigter enthält kein Arbeitsentgelt
  • 16 Alle Zeiträume wurden bereits gemeldet
  • 17 Anforderung enthält formalen Fehler
  • 18 angeforderter Zeitraum kann nicht übermittelt werden
  • 50 Gesonderte Meldung wurde als fehlerhaft abgewiesen
  • 51 Rückmeldesatz mit Hinderungsgrund wurde abgelehnt
  • 52 Betriebsnummer (BBNRVU) ist nicht im Bestand
  • 99 Sonstiger Fehler

Die Rückmeldung des Hinderungsgrundes erfolgt im Rahmen von rvBEA mit dem XML-Datensatz DXEB.

Informationen zum Teilverfahren rvBEA Forms

Das Teilverfahren Forms dient der Digitalisierung verschiedener Bescheinigungen. Die Bescheinigung ZUZA (Anfragen zum Antrag auf Befreiung der Zuzahlung bei med. Reha-Leistungen) ist für Arbeitgeber seit dem 01.01.2022 verpflichtend.
Die Bescheinigung BEEG (Arbeitgeberbescheinigung zum Antrag auf Elterngeld nach dem Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz) ist für Arbeitgeber ab dem 01.07.2022 verpflichtend.
Die Bescheinigung LAKRV (Entgeltbescheinigung für Mitarbeiter, die Rente beziehen und der landwirtschaftlichen Alterskasse angehören) ist für Arbeitgeber seit dem 01.01.2025 verpflichtend.
Ab 01.01.2026 werden im Anwendungsfall ‚BEEG‘ der Wert ‚PERSGR‘ hinzugefügt und im Anwendungsfall ‚LAKRV‘ der EBV-Wert ‚Meldbru‘ eliminiert. Somit ändern sich erstmals die Anforderungsgrundversionen für diese beiden Anwendungsfälle von 1.0.0 auf 2.0.0.


Die Felder des Anforderungssatzes sind aktuell wie folgt definiert und enthalten ausschließlich Werte gemäß Entgeltbescheinigungsverordnung:

BeschäftigungsbeginnFaktor bei Stkl. 4SV-Brutto einm. (ungek.)gesetzliches Netto
BeschäftigungsendeKinderfreibetragPauschalsteuerBeitrag frw. KV
 PersonengruppeKennz. KirchensteuerLohnsteuer lfd.AG-Zuschuss KV
 BeitragsgruppeSteuerfreibetragLohnsteuer einm.AG-Zuschuss BV
 Kennz. PV-ZuschlagSteuertageSoli lfd/einm.Beitrag frw. PV
Kennz. GleitzoneSV-TageKirchensteuer lfd/einm.AG-Zuschuss PV
Betriebsnr. EinzugsstelleGesamtbrutto EBVKV/RV/AV/PV-Brutto lfdSonstige Netto Be-/Abzüge
Kennz. RechtskreisSteuerbrutto lfd.

KV/RV/AV/PV-Brutto einm.

Auszahlungsbetrag
Kennz. Mehrfachbesch.Steuerbrutto einm.KV/RV/AV/PV-Beitrag lfd.Meldebrutto
SteuerklasseSV-Brutto lfd (ungek.)KV/RV/AV/PV-Beitrag einm. 

Besonderheit bei der Bescheinigung ZUZA:

Patienten müssen sich an den Kosten für Unterkunft und Verpflegung in Bezug auf Rehabilitationsleistungen beteiligen. In der Regel fallen 10 € pro Tag an. Liegt das monatliche Nettoeinkommen unterhalb einer Grenze (aktuell 1.583 €) kann ein Antrag auf teilweise oder volle Befreiung gestellt werden.

Teilverfahren GML57

Das Teilverfahren finden Sie unter Personal > Personalabrechnung > Europa >Deutschland > Folgeaktivitäten > pro Abrechnungsperiode > Abrechnungszusatz > rvBEA

Teilverfahren GML57 beim rvBEA in SAP HCM

Vorgehen

Die Meldungen müssen regelmäßig, jedoch mindestens 1x die Woche, vom Server der Rentenversicherung abgeholt werden. Idealerweise wird hier ein Job eingeplant, der diese Meldungen täglich abholt, zuordnet und verarbeitet.

Wenn Meldungen in den Status „zu prüfen“ versetzt werden, können Sie für die jeweilige Personalnummer im Infotyp 0700 (Subtyp DXAR) den Hinderungsgrund anzeigen lassen. Setzen Sie anschließend den Status der Meldungen auf „manuell verarbeitet“. Meldungen im Status „zu prüfen“ und „manuell verarbeitet“ werden vom Report „Hinderungsgründe für GML57-Anforderungen“ (RPCRVVD0_OUT_GML57) selektiert, und Hinderungsgrundmeldungen (Datensatz DXEB) werden erstellt.
Für manche Meldungen sind manuelle Eingriffe erforderlich, damit sie maschinell weiterverarbeitet werden können. Die Durchführung bzw. Art des manuellen Eingriffs wird in der Sachbearbeiterliste durch eine Statusänderung der Meldung dokumentiert.

Dadurch werden die Meldungen für die weitere maschinelle Verarbeitung freigegeben, oder – falls keine maschinelle Verarbeitung möglich ist – von der weiteren Verarbeitung endgültig ausgenommen.

Nach der Prüfung der Eingangsmeldungen sollten stets die Ausgangsmeldungen erstellt werden.

Aktionen für rvBEA-Eingangsmeldungen

Die Bearbeitung von rvBEA-Eingangsmeldungen erfolgt über folgende Menüpunkte:

Aktionen für rvBEA Eingangsmeldungen
  • Drucktaste „erneut übertragen
    Diese Aktion kann nur für Meldungen im Status „übertragen“ durchgeführt werden.
    Verwenden Sie die Drucktaste, um eine Ausgangsmeldung ohne inhaltliche Änderung erneut an die Annahmestelle zu übertragen. Diese Funktion sollte nur dann verwendet werden, wenn die Meldung – obwohl sie im System den Status übertragen hat – bei der Annahmestelle nicht angekommen ist.
    Der Status der Meldung wird auf „neu“ gesetzt. Dadurch wird sie vom Report rvBEA-Meldedateien erstellen erneut selektiert und in eine Datei geschrieben.
  • Drucktaste „manuell gemeldet
    Diese Aktion kann nur für Meldungen mit dem Status „fehlerhaft“ oder „abgelehnt“ durchgeführt werden.
    Verwenden Sie die Drucktaste, wenn eine Meldung vom Report rvBEA: Hinderungsgründe für GML57-Anforderungen erstellen nicht fehlerfrei erstellt werden kann und die Fehlerursache nicht beseitigt werden kann. Der Status der Meldung wird auf „manuell gemeldet“ gesetzt. Der Meldesachverhalt wird vom Report rvBEA: Hinderungsgründe für GML57-Anforderungen erstellen nicht mehr bearbeitet.
    Stellen Sie sicher, dass der korrekte Sachverhalt manuell an die Annahmestelle gemeldet wird.
  • Drucktaste „abgelehnt
    Diese Aktion kann nur für Meldungen im Status „übertragen“ durchgeführt werden.
    Verwenden Sie diese Drucktaste, wenn eine Meldung von der Annahmestelle schriftlich (auf Papier) abgelehnt wurde.
    Verwenden Sie diese Drucktaste nicht, wenn die Ablehnung durch eine maschinelle Fehlerrückmeldung erfolgt ist. In diesem Fall wird die Ausgangsmeldung durch die Bearbeitung der Fehlerrückmeldung in der Sachbearbeiterliste für rvBEA-Ausgangsmeldungen automatisch auf den Status „abgelehnt“ gesetzt.
    Korrigieren Sie den Fehler, der zur Ablehnung führte, bevor Sie den Report rvBEA: Hinderungsgründe für GML57-Anforderungen erstellen erneut starten. Dieser Report ignoriert rvBEA-Meldungen im Status „abgelehnt“ und wird den Sachverhalt erneut melden.

Aktionen für rvBEA-Ausgangsmeldungen

Die Bearbeitung von rvBEA-Eingangsmeldungen erfolgt über folgende Menüpunkte:

Aktionen für rvBEA Ausgangsmeldungen

Folgende Aktionen sind bei „Meldungen bearbeiten“ möglich bzw. erforderlich:

  • Drucktaste „erneut übertragen
    Diese Aktion kann nur für Meldungen im Status „übertragen“ durchgeführt werden.
    Verwenden Sie die Drucktaste um eine Ausgangsmeldung ohne inhaltliche Änderung erneut an die Annahmestelle zu übertragen. Diese Funktion sollte nur dann benutzt werden, wenn die Meldung – obwohl sie im System den Status übertragen hat – bei der Annahmestelle nicht angekommen ist.
    Der Status der Meldung wird auf „neu“ gesetzt. Dadurch wird sie vom Report rvBEA-Meldedateien erstellen erneut selektiert und in eine Datei geschrieben.
  • Drucktaste „manuell gemeldet
    Diese Aktion kann nur für Meldungen im Status „fehlerhaft“ oder „abgelehnt“ durchgeführt werden.
    Verwenden Sie die Drucktaste, wenn eine Meldung vom Report rvBEA: Hinderungsgründe für GML57-Anforderungen erstellen nicht fehlerfrei erstellt werden kann und die Fehlerursache nicht beseitigt werden kann. Der Status der Meldung wird auf „manuell gemeldet“ gesetzt. Der Meldesachverhalt wird vom Report rvBEA: Hinderungsgründe für GML57-Anforderungen erstellen nicht mehr bearbeitet.
    Stellen Sie sicher, dass der korrekte Sachverhalt manuell an die Annahmestelle gemeldet wird.
  • Drucktaste „abgelehnt
    Diese Aktion kann nur für Meldungen im Status „übertragen“ durchgeführt werden.
    Verwenden Sie diese Drucktaste, wenn eine Meldung von der Annahmestelle schriftlich (auf Papier) abgelehnt wurde.
    Verwenden Sie diese Drucktaste nicht, wenn die Ablehnung durch eine maschinelle Fehlerrückmeldung erfolgt ist. In diesem Fall wird die Ausgangsmeldung durch die Bearbeitung der Fehlerrückmeldung in der Sachbearbeiterliste für rvBEA-Ausgangsmeldungen automatisch auf den Status „abgelehnt“ gesetzt.
    Korrigieren Sie den Fehler, der zur Ablehnung führte, bevor Sie den Report rvBEA: Hinderungsgründe für GML57-Anforderungen erstellen erneut starten. Dieser Report ignoriert rvBEA-Meldungen mit dem Status „abgelehnt“ und meldet den Sachverhalt erneut.

 

Teilverfahren FORMS

Das Teilverfahren finden sie unter Personal > Personalabrechnung > Europa > Deutschland > Folgeaktivitäten > Periodenunabhängig > Abrechnungszusatz > rvBEA Forms

für das rvBEA in SAP HCM

Vorgehen

Nach Abholung der rvBEA-Anforderungsmeldung soll (muss) die Antwort unverzüglich (LAKRV), innerhalb eines Arbeitstages (ZUZA) oder spätestens nach der nächsten Abrechnung (BEEG) versendet werden.
Abhängig von der Bescheinigung können pro Anforderung die Werte für bis zu 48 Abrechnungsperioden angefordert werden:

  • ZUZA:  1 Monat
  • BEEG: 12 Monate unter Berücksichtigung von Ausklammerungs- und Verschiebetatbeständen
  • LAKRV: 12 Monate

Analog zu GML57 ist ein Hinderungsgrund zu übermitteln, sofern die Anforderung nicht, oder nicht vollständig beantwortet werden kann. Im letzteren Fall sind zudem alle Monate zu übermitteln, für die kein Hinderungsgrund vorliegt.
Im Verfahren ist keine nachträgliche Korrekturmöglichkeit der versendeten Antworten vorgesehen, d.h. es gibt kein „Storno –Neu“.
Zur Erinnerung: Gemäß §96 Absatz2 SGB IV sind Meldungen mindestens einmal pro Woche von den Kommunikationsservern elektronisch abzurufen.

vom 02. März 2026, veröffentlicht in ,
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