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Autor: vindicators

Sachbearbeiterlisten in SAP® HCM mit dem Notification-Tool

In SAP finden Sie für die verschiedenen Aus- und Eingangsmeldeverfahren sogenannte Sachbearbeiterlisten.

Beispiele hierfür sind zum Beispiel ELStAM-Meldeverfahren, DEÜV-Meldeverfahren, EEL-Meldungen oder auch A1-Meldeverfahren.

In diesen Sachbearbeiterlisten können Sie vor dem Versand einer Meldung noch aktiv eingreifen oder eine bereits übermittelte Meldung nochmal neu aufsetzten/bearbeiten.

Darüber hinaus können Eingangsmeldungen geprüft und bearbeitet werden.

Es gibt immer zwei Varianten der Sachbearbeiterlisten:

  • Anzeige-Modus
  • Bearbeitungs-Modus

In dem Bereich der „Ausgangsmeldungen“ finden Sie die Sachbearbeiterlisten meist unter dem Punkt „Meldungen bearbeiten“ oder „Meldungen anzeigen“.

In dem Bereich der „Eingangsmeldungen“ finden Sie die Sachbearbeiterlisten überwiegend unter dem Punkt „Eingangsmeldungen bearbeiten“ oder „Eingangsmeldungen anzeigen“.

Da die Meldeverfahren in den letzten Jahren immer umfangreicher wurden und somit die Anzahl der zu prüfenden Sachbearbeiterlisten ebenfalls steigt, empfehlen wir die Nutzung des Notification Tools.

Das Notification Tool ist ein effizientes Bearbeitungscockpit aller Sachbearbeiterlisten.

Somit ist aus Sicht der HR-Com das Notification-Tool für den Sachbearbeiter eine sinnvolle Alternative zu den einzelnen Sachbearbeiterlisten, da die Bearbeitung an einer zentralen Stelle stattfindet.

 

WICHTIG!

Die SAP-Sachbearbeiterlisten sollten je nach Umfang wöchentlich geprüft und bearbeitet werden.

Insolvenzabrechnung – die Insolvenzeröffnung und die Auswirkung in SAP HCM® (Teil 2)

Die Insolvenzeröffnung erfolgt nach Erstellung des Insolvenzantrages. Bevor die Insolvenzeröffnung ausgesprochen wird, prüft das Insolvenzgericht folgendes:

  • die Zuständigkeit,
  • das Vorliegen eines Insolvenzgrundes
  • die Zulässigkeit des Insolvenzantrags,
  • ob ausreichend Insolvenzmasse vorhanden ist.

Wenn dies geprüft wurde gibt es einen Eröffnungsbeschluss.

Durch die Insolvenzeröffnung erhält die Firma den Namenszusatz in Insolvenz (i. I.) und der im Eröffnungsbeschluss benannte Insolvenzverwalter ist verantwortlich für die Geschäftsführung.

Dies hat zur Folge, dass dem Unternehmen eine neue Steuernummer und Betriebsnummer (bei mehreren Standorten für jede Stadt) zugeteilt wird.

Diese neuen Sachverhalte müssen auch in der Personalabrechnung berücksichtigt werden:

  • neue Personalbereiche / Personalteilbereiche aufgrund der geänderten Firmendaten,
  • die Entgeltabrechnung erfolgt ab dem Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung wieder ungekürzt,
  • die Beiträge für freiwillig Versicherte Mitarbeiter dürfen wieder gezahlt werden.
  • die Mitarbeiter dürfen nicht mehr in die Zeit der Insolvenzgeldzahlung zurückgerechnet werden.
  • Falls während der Insolvenzgeldzahlung die Leistungen zur Alterssicherung oder Vermögenswirksame Leistungen ausgesetzt wurden, dürfen diese wieder gezahlt werden.

Hinweis:

Eine Änderung des ausgezahlten Insolvenzgeldes darf nur mit Zustimmung des Insolvenzverwalters in Rücksprache mit der Bundesagentur für Arbeit erfolgen. Die Änderungen müssen dann ggf. manuell oder in einem anderen System erfolgen.

Eine Insolvenz ist sehr individuell, daher müssen alle Punkte genau mit dem Insolvenzverwalter und der Bundesagentur für Arbeit geklärt werden. Die oben genannten Punkte sind nur Anhaltspunkte und sind ggf. nicht vollständig.

Zeitnachweis mit Adobe Forms – Tipps und Tricks

Die Erstellung und Bearbeitung der Formulare mit Adobe Forms erfolgt über die SAP-Transaktion HRFORMS.

Als Kopiervorlage kann das SAP-Standardformular SAP_TIM_99_0003 verwendet werden.

Für die Anpassung dieses Formulars sind hier einige Hilfestellungen zusammengefasst.

 

Aktivierung der Ausgabe der Formulare im RPTIME00

Transaktion:                     SM30

Systemtabelle:                 T77S0

Gruppe/Kürzel:                TIMGT  HRFRM               

HRFORMS-Ausgabe in RPTIME00; Wert = X

 

Automatische Aktivierung von Formularen

Durch die Implementierung des folgenden Badis werden Formulare nach dem Import auf dem Produktivsystem (oder Qualitätssicherungssystem) automatisch aktiviert.

Transaktion:                       SE18 – Badi:                                                    

Badi:                                   HRFORM_AFTER_TRANSP

 

Löschen von Formularen

Formulare werden über die Transaktion HRFORMS teilweise nicht komplett gelöscht. Dadurch wird bei der Anlage eines Formulars mit dem gleichen Namen die Fehlermeldung „Objekt existiert bereits“ erzeugt.

Das Formular selbst muss dann manuell noch über die Transaktion SFP (Formulardruck -> Interactive Forms) gelöscht werden.

 

Berechtigungsprüfung

Zeitnachweise, die mit HFRORMS erstellt wurden, werden mittels eines generierten Druckprogramms im PTMW oder über eine eigene Transaktion zur Anzeige gebracht.

Bei der Generierung dieses Druckprogramms werden im SAP-Standard die Infotypen 0000, 0001 und 0008 in die Infotypdeklaration geschrieben.

Da Zeitbeauftragte in der Regel keine Berechtigung auf den IT0008 haben, scheitert folglich die Berechtigungsprüfung für die Ausgabe des Zeitnachweisformulars.

Wird das Druckprogramm des Zeitnachweises aus diesem Grund ungeprüft ausgeführt, kann über die folgende Badi-Implementierung eine eigene Berechtigungsprüfung durchgeführt werden.

SE18 – Badi:                                                    HRFORM_HRF02

Methode:                                                          CHECK_PERSON

Beispielcoding:

 

Formulareigenschaften

Allgemeine Formulareigenschaften können über die Implementierung dieses Badi geändert werden, indem die entsprechenden Eigenschaften mit TRUE oder FALSE zurückgegeben werden.

SE18 – Badi:                                                    HRF_TIM_METADATA

Methode:                                                          HRF_TIM_DAILY_RES_CUSTOM

Eigenschaften

  • SUBSTRACT_24_FROM_ENDTIME
    Änderung der Ausgabe von Endeuhrzeiten nach Mitternacht
  • DATE_TEXT_ONLY4FIRSTREC
    Datum und Datumstext nur in der ersten Tageszeile ausgeben
  • WEEKLY_SUMS_INSIDE
    Wochensummen im Block „Einzelergebnisse pro Tag“
  • RES_BEFORE_SEL_BEGIN
    Daten vor dem Selektionszeitraum ausgeben
  • GRAY_OUT_RES_BEF_SEL_BEG
    Daten außerhalb des Selektionszeitraums werden grau hinterlegt
  • ZL_WITH_TIMES
    Ausgabe der Zeitlohnarten mit Uhrzeiten
  • ZESONLY4FIRSTREC
    Stunden der hinterlegten Zeitarten im Block „Einzelergebnisse pro Tag“ werden nur in der ersten Tageszeile ausgegeben

 

Tageswerte ausgeben

Im Block „Einzelergebnisse pro Tag“ werden nur Werte ausgegeben, wenn die wöchentlichen Perioden gepflegt sind.

Tabelle T549R – Anlage des Periodenparameter 03 (1-wöchentlich)

Tabelle T549Q – Anlage der Wochenperioden unter Periodenparameter 03

 

Wochensummen grau hinterlegen

Wochensummen im Block „Einzelergebnisse pro Tag“ können über ein Script grau hinterlegt werden. Dadurch wird die Lesbarkeit des Zeitnachweises verbessert.

In dem Script-Beispiel werden zusätzlich bestimmte Felder (z.B. Datum, Tagesarbeitszeitplan) gelöscht, da diese in der Wochensumme keine Bedeutung haben.

In der Hierarchie des Formulars dazu den folgenden Eintrag auswählen:
… Einzelergebnisse_pro_Tag -> Body_Einzelergebnisse -> Tabelle_Einzelergebnisse_pro_Tag
und im Script-Editor das Beispielscript hinterlegen.

Script-Editor – FormCalc

 

Ausblenden von Informationen

Bei der Verwendung eines Formulars für verschiedene Mitarbeitergruppen oder Unternehmensbereiche kann es notwendig sein, bestimmte Informationen (z.B. Teilformulare oder Zeilen) anhand von Bedingungen auszublenden.

Dafür kann folgendes Vorgehen angewendet werden:

  • Globales Feld in der Schnittstelle unter Globale Daten anlegen
  • Im Coding Initialisierung dieses Feld anhand der entsprechenden Bedingungen auf TRUE oder FALSE setzen.
  • Feld im Kontext einbinden
  • Feld im Layout im entsprechenden Teilformular einbinden und die Präsenz in den Objekteigenschaften auf „Unsichtbar“ setzen.
    B. Textfeld, Bindung mit Feld, auf das abgefragt werden soll
  • Script zum übergeordneten Teilformular erstellen

Hinweis zur Scriptprogrammierung:

Bei Eingabe von „$.“ kommt die erste Wertehilfe mit den verfügbaren Feldern bzw. Teilformularen.
Nach erfolgter Auswahl „.“ erfassen, dann kommt die nächste Wertehilfe mit den zugehörigen Objekten.

 

Verschiedene Logos ausgeben

Bei der Verwendung eines Formulars für unterschiedliche Unternehmensbereiche kann die Ausgabe von den jeweiligen Logos erforderlich sein.

Dafür kann folgendes Vorgehen angewendet werden:

  • Hinterlegung der Firmenlogos im Mime-Repository
    Transaktion SE80
    Anlage unter SAP -> Public -> Kundeneigenen Ordner anlegen/verwenden
  • Globales Feld für die Binärdaten des Logos in der Schnittstelle unter Globale Daten anlegen (Type XSTRING)
  • Im Coding Initialisierung die Binärdaten des Logos ermitteln und im globalen Feld hinterlegen (Beispielcoding siehe unten)
  • Definition eines Grafik-Attributs im Kontext des Formulars für das Logo vom Typ “Grafikinhalt” mit Bezug auf das globale Feld mit den Binärdaten des Firmenlogos

  • Umstellung des Grafik-Feldes für das Firmenlogo im Layout des Formulars auf den Objekttyp “Bildfeld” mit Bindung auf das Grafik-Attribut

Beispielcoding:

 

Leere Seite am Ende des Formulars unterbinden

Durch das Deaktivieren der Übersicht über den kompletten Auswertungszeitraum, welche normalerweise auf eine neue Seite geschrieben wird, kommt am Ende eine leere Seite im Zeitnachweis.

Die Erstellung einer leeren Seite kann wie folgt unterbunden werden:

  • Im Layout des Formulars das Teilformular STAR_MONTH_PER_GEN_DATA auswählen.
  • In den Objekteigenschaften unter Paginierung die Eigenschaft „Gehe zum nächsten Inhaltsbereich“ auf „Übergeordnet weiter füllen“ ändern.

  • Durch diese Einstellung wird die Ausgabe der Leerseite am Ende des Formulars unterbunden. Allerdings wird bei einer Auswertung über mehrere Monate keine neue Seite pro Monat erzeugt.
  • Für die Erzeugung einer neuen Seite pro Monat muss ein „Bedingter Umbruch“ erstellt werden.

  • Über den Beispielbutton das Feld Monat auswählen. Dadurch wird ein Coding hinterlegt, welches nicht angepasst werden muss. Allerdings sollte bei Umbruch auf „Anfang der nächsten Seite“ ausgewählt werden.

 

Uhrzeit ohne nachfolgenden Doppelpunkt

Im Standardformular von SAP, welches man normalerweise als Kopiervorlage für kundeneigene Formulare verwendet, wird die Uhrzeit mit einem nachfolgenden Doppelpunkt ausgegeben.
(z.B. 05:00:)

Diese Ausgabe kann einfach durch das Setzen einer max. Länge für das Feld korrigiert werden.

Besonderheit in der Unfallversicherung – Infotyp0029 Berufsgenossenschaft

In SAP gibt es im IT0029 das Feld „Besonderheiten in der Unfallversicherung“.

In diesem Feld geben Sie an, ob für den Mitarbeiter bei der Ermittlung der Unfallversicherungsdaten Besonderheiten zu berücksichtigen sind.

Folgende Ausprägungen sind möglich:

 

A – Versicherungsfreiheit wegen Auslandsbeschäftigung

Der Mitarbeiter ist aufgrund einer Auslandsbeschäftigung nicht UV-pflichtig.

In der Abrechnung wird kein BG-Brutto ermittelt. In DEÜV-Meldungen wird im Datenbaustein DBUV (Unfallversicherung) der Grund B02 (Keine UV-Pflicht wegen Auslandsbeschäftigung) gemeldet.

 

B – Versicherungsfreiheit gemäß SGB VII

Der Mitarbeiter ist nach SGB VII nicht UV-pflichtig.

In der Abrechnung wird kein BG-Brutto ermittelt. In DEÜV-Meldungen wird im Datenbaustein DBUV (Unfallversicherung) der Grund B03 (Versicherungsfreiheit in der UV gemäß SGB VII) gemeldet.

 

C – Versicherungsfreiheit aus sonstigen Gründen

Der Mitarbeiter ist nicht UV-pflichtig, weil eine der folgenden Bedingungen zutrifft:

  • Unwiderrufliche Freistellung von der Arbeitsleistung
  • Studienzeit während eines dualen praxisorientierten Studiums.

In der Abrechnung wird kein BG-Brutto aus den laufenden Bezügen ermittelt. Einmalzahlungen sind jedoch weiterhin UV-pflichtig.

In DEÜV-Meldungen wird im Datenbaustein DBUV (Unfallversicherung) der Grund B09 (Sonstige Sachverhalte, die kein UV-Entgelt in der Meldung erfordern) gemeldet.

 

Y – nicht UV-pflichtig mit Ausnahmen

Der Mitarbeiter ist prinzipiell nicht UV-pflichtig. Es kann allerdings einmalige Bezüge geben, aus denen ein BG-Brutto gebildet werden soll. Beispiel hierfür sind nachträgliche Einmalzahlungen für das aktive Beschäftigungsverhältnis. Die Lohnarten, welche ins BG-Brutto einfließen sollen, müssen in Tabelle T596J unter Teilapplikation BGNW (Lohnnachweis für Berufsgenossenschaften) und der Summenlohnart BGBD (Korrektur BG-Brutto ab 2009) eingetragen werden.

Dieser Fall kann normalerweise nur für Firmenrentner eintreten, welche während des Bezugs der Firmenrente auch noch Einmalzahlungen aus dem aktiven Beschäftigungsverhältnis erhalten haben.

 

X – nicht UV-pflichtig (alt)

Es handelt sich um einen Infotyp-Satz, der angelegt wurde, als das Feld noch die Bedeutung nicht BG-pflichtig hatte und ein Ankreuzfeld war.

In der Abrechnung wird kein BG-Brutto ermittelt. In neu erstellten DEÜV-Meldungen wird dieser Wert als A (Versicherungsfreiheit wegen Auslandsbeschäftigung) interpretiert und mit dem Grund B02 (Keine UV-Pflicht wegen Auslandsbeschäftigung) gemeldet.

Sollte bei einem Mitarbeiter einer dieser Besonderheiten auftreten, dann pflegen Sie bitte für den entsprechenden Zeitraum den Grund.

Die digitale Lohnschnittstelle

Was ist die digitale Lohnschnittstelle?

Die digitale Lohnschnittstelle ist eine technische Schnittstelle, die durch eine vordefinierte Struktur sicherstellt, dass Daten aus einem beliebigen Abrechnungssystem einheitlich für die Lohnsteuer-Außenprüfung zur Verfügung gestellt werden können.

Muss ich die Schnittstelle verwenden?

Bereits seit dem 01.01.2018 ist die Schnittstelle verpflichtend zu verwenden. Die Verpflichtung leitet sich aus dem Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens ab und kann damit jederzeit vom Prüfer gefordert werden.

Was ist konkret im SAP HCM Abrechnungssystem zu tun?

Die Daten für die Digitale Lohnschnittstelle können mit einem Report (RPCDLSD0) extrahiert werden.

Um den Report nutzen zu können, sind Vorarbeiten zu leisten.

Die kundeneigenen Lohnarten sind gegebenenfalls zu klassifizieren.

Hilfreich ist dazu Report RPUDLSD0_LGA.

Dieser zeigt die Lohnartenklassifikation an und damit lassen sich schnell und einfach Lohnarten herausfinden, die noch einer engeren Klassifizierung bedürfen. Dies geht über das Customizing der Lohnarten z.B. in Tabelle V_512W_D hinaus.

 

Diese extra Klassifizierung erfolgt über die Views/Tabellen:

  • V_T77PAYDEDLS_L – Ja/Nein Fragen für die Lohnarteneigenschaften festlegen

 

  • V_T77PAYDEDLS_W – Weitere Lohnarteneigenschaften festlegen

 

Falls ein entsprechender Pfad über die Transaktion FILE angelegt worden ist, können die Daten extrahiert und auf dem Applikationsserver abgelegt werden.

 

 

  • Für einzelne Personalnummern können Sie sich die Daten anzeigen lassen.
  • Bei einem Gesamtexport sollte der Haken „Dateien anzeigen“ entfernt werden.

 

 

Die Dateien müssen dann auf einem entsprechenden Weg an den Steuerprüfer übermittelt werden.

Differenzen bei Sozialversicherungs- beiträgen

Bei der Abstimmung der Zahlungen kann es vorkommen, dass die gebuchten SV-Beiträge unterschiedlich zu den gezahlten SV-Beiträgen sind. Dies muss für die Buchhaltung geklärt werden.

Folgende Punkte können in Bezug auf die Sozialversicherungsbeiträge zu Differenzen führen:

  • Bei der Verbuchung der Pauschalsteuer, könnte es zu Differenzen kommen. Die Pauschalsteuer wird in der Abrechnung genauso wie die „gewöhnliche“ Steuer auf das Steuerkonto (Steuer Verbindlichkeiten) gebucht. Die Pauschalsteuerbeiträge für Minijobs werden allerdings an die Krankenkassen (Bundesknappschaft) abgeführt. Dies führt zu einer Differenz zwischen den gebuchten SV-Beiträgen (Pauschalsteuer wird auf Steuerkonto gebucht – Betrag niedriger) und der gezahlten SV-Beiträgen (Pauschalsteuer wird an Krankenkasse überwiesen – Betrag höher). Durch eine Gegenbuchung auf die Lohnart „/40H Einh. St pausch. AG“ oder Lohnart „/40I Einh. St pausch. AN“ kann dieser Differenz entgegengesteuert werden.
  • Sollte das Selbstzahler Kennzeichen bei Privatversicherten (im IT 0079) nicht gepflegt sein, kann dies ebenfalls zu Unstimmigkeiten zwischen den SV-Überweisungen und der im Buchungsbeleg unter dem SV-Konto gebuchten Beträge führen. Grundsätzlich werden die Beiträge zur privaten Krankenversicherung / Pflegeversicherung vom Arbeitnehmer selbst an das Versicherungsinstitut überwiesen. Daher führt der fehlende Selbstzahlerhaken zu einer zu hohen Buchung auf dem SV-Konto, das durch die SV-Überweisung nicht ausgeglichen wird.

Es gibt nun zwei verschiedene Auswertungsmöglichkeiten, um dies zu prüfen.

  1. Falls möglich, Auswertung des Infotypen 0079 „SV-Zusatzversicherung“ über die Transaktion SE16. Tabelle PA079 über das Selektionsfeld „Selbstzahler“, Selektionsoption „Ungleich X“ auswählen.

Im Infotyp 0079 fehlt folgender Haken:

 

  1. Eine Auswertung über den Lohnarten Reporter. Dieser wertet Lohnarten, die in der Abrechnung gebildet werden, aus.

 

Geben Sie den Zeitraum, um den es sich handelt, ein und wählen Sie die Lohnart /35K abz. Beitrag KV-Zusatz 2 sowie die Lohnart /3QK abz. Beitrag PV-Zusatz 2 in die Selektion ein.  

 

  • Im Infotypen 0521 wird die Altersteilzeit gepflegt. Sollte bei einem Mitarbeiter der Infotyp, in einem Schaltjahr im Februar enden, kann es sein, dass der 29. Februar nicht gepflegt wurde. Dies führt zu einem Tag Differenz, der eine Abweichung der Sozialversicherungsbeiträge im Buchungsbeleg herbeiführt.
  • Negative Beiträge sind Guthaben (Rückzahlungen) einer Krankenkasse. Kommt es also in einem späteren Monat zu einer Verrechnung von früheren negativen Beiträgen, ist eine Differenz im Buchungsbeleg die Folge. In der Transaktion SM30 können in der Tabelle T5D16 frühere negative Beiträge eingesehen und abgeglichen werden.

An-/Abwesenheitsbuchung am Zeiterfassungsterminal – Gesperrtes Schreiben verhindern

Im folgenden Blogbeitrag erklären wir Ihnen, wie Sie verhindern, dass am Zeiterfassungsterminal gebuchte An- oder Abwesenheiten im Infotyp gesperrt gespeichert werden.

 

An-/Abwesenheiten am Zeiterfassungsterminal

SAP bietet im Standard die Möglichkeit, An- oder Abwesenheitsgründe für den aktuellen oder den Folgetag am Zeiterfassungsterminal zu buchen.

Mittels Tabelle V_T705A (im IMG unter Personalzeitwirtschaft / Personalzeitereignisse / An-/Abwesenheitsgründe pflegen) werden diese Gründe in entsprechende SAP An-/Abwesenheiten umgesetzt.

 

Gesperrtes Schreiben verhindern

In der Zeitauswertung werden diese Einträge in der Standardregel TD80 durch die Operation PPINC ausgewertet und als Infotyp An-/Abwesenheit gespeichert.

Nachteil des Verfahrens ist, dass die Infotypen gesperrt gespeichert und von Zeitbeauftragten/Sachbearbeitern manuell entsperrt werden müssen.

Diese manuelle Nacharbeit kann vermieden werden, indem die Operation PPINC durch eine kundeneigene Operation ersetzt wird.

Dazu macht es Sinn, eine neue Operation anzulegen, die exakt die gleichen Parameter der PPINC enthält.

Da es sich um eine Operation der Zeitwirtschaft handelt, wird die neue Operation ebenfalls allen Ländern zugeordnet.

Auch die Parameter der Operation sind identisch zu übernehmen.

Um das Coding anzupassen, wird das originale Coding Operation PPINC in das Kunden-Include RPTMOZ00 unter dem Namen der neuen Operation überführt.

 

Im Coding wird über die Form-Routine INSERT_SUBTYP der jeweilige Infotyp angelegt.

Die Routine wird abhängig vom Infotyp einmal für die Anlage von Abwesenheiten und einmal für die Anlage von Anwesenheiten ausgeführt.

 

Dieses Coding muss unter einer neuen Bezeichnung (Beispiel ZHR_INSERT_SUBTYP) ebenfalls in den RPTMOZ00 kopiert werden.

 

In dieser Kopie der Form-Routine INSERT_SUBTYP muss dann beim Aufbau des Infotyps das Sperrkennzeichen herausgenommen werden:

 

Die Anpassung muss gegebenenfalls an mehreren Stellen vorgenommen werden, je nachdem für welchen der beiden Infotypen das entsprechende Schreiben gültig sein soll. Des Weiteren wird unterschieden, ob die An-/Abwesenheit für den aktuellen oder für den Folgetag erfasst wurde.

Diese Änderung bewirkt, dass die Infotypen nicht gesperrt geschrieben werden und die manuelle Nacharbeit entfällt.

Queries in SAP® HCM

Im folgenden Blogbeitrag erklären wir Ihnen Schritt für Schritt die Nutzung von Queries in SAP® HCM.

 

Definition

Die Query ist ein einfaches und schnelles Tool zur Selektion und Weiterverarbeitung von Personalinformationen.

Die Query bietet Ihnen folgende Vorteile:

  • einfache Definition von Berichten mit Drag and Drop
  • Auswertung von Daten der Personaladministration, des Organisations- und Veranstaltungsmanagements sowie der Personalbeschaffung und -entwicklung
  • frei wählbare Selektions- und Ausgabefelder
  • umfangreiche Möglichkeiten der Gestaltung von Berichten
  • Anzeige der Selektionsergebnismenge vor der Ausgabe
  • Selektion und Datenausgabe mit Echtdaten – alles auf einen Blick
  • sehr schnelles Ergebnis durch direkten Datenbankzugriff
  • Protokollierung

 Der Unterschied zwischen einer Ad-hoc-Query und einer Query ist der unterschiedliche Ausführungsweg.

 

Aufruf der Ad-hoc-Query

Über den Pfad können Sie zur Übersicht der Ad-hoc-Queries gelangen. Es erscheint ein Auswahlfenster:

Hier werden dann der Arbeitsbereich und die Benutzergruppe ausgewählt. Der Aufruf von Queries kann kundenspezifisch auch anders sein.

 

Aufruf der Query

Alternativ können Sie auch die Transaktion sq01 eingeben.

Hier werden dann ebenfalls Arbeitsbereich und Benutzergruppe ausgewählt.

Um die Auswahl von Arbeitsbereich und Benutzergruppe zu vermeiden, können Sie bei den eigenen Benutzervorgaben folgende Parameter eintragen:

Bei AQB wird die Benutzergruppe hinterlegt. AQW steht für den Standardbereich.

 

Überblick

Das Prinzip der Arbeit mit der Query ist in den Hauptschritten dargestellt:

  1. Auswahl der Selektions- und Ausgabefelder im Übersichtsbaum
  2. Wertangabe, wenn nötig Wahl einer Selektionsoption
  3. Ausführung der Selektion (Ermittlung der Treffermenge durch Selektion der Objekte, die den Selektionskriterien entsprechen)
  4. Formatierung der Ausgabe in der Ausgabevorschau
  5. Aufruf der Ausgabe

 

Auswahl von Feldern

In diesem Bereich können Sie beliebige Felder in die Auswahl aufnehmen. Sie können entscheiden, ob Sie diese zum Selektieren (z.B. Einschränkung auf einen Mitarbeiterkreis) oder zur Ausgabe nutzen möchten.

 

Eingabe von Werten

Sie können für die Suche Selektionskriterien hinterlegen (z.B. Abrechnungskreis 01). Diese Kriterien können Sie manuell eingeben oder über die Suchhilfe hinterlegen.

 

Auswertungszeitraum festlegen

Über den Auswertungszeitraum geben Sie vor, für welchen Zeitraum Sie die Daten benötigen.

 

Datenausgabe

Der untere Bildbereich der Query enthält zunächst eine Ausgabevorschau mit Beispieldaten im SAP List Viewer.

Mit der Funktion Aktualisieren  können Sie die Beispieldaten durch Echtdaten ersetzen.

Die Echtdatenausgabe erfolgt über den Button „Ausgabe“:

Anschließend können Sie sich die Query z.B. als Excel-Datei herunterladen.

 

Speichern der Query

Die Query können Sie nach Fertigstellung unter einem beliebigen Namen speichern. Beim nächsten Aufruf sind Ihre hinterlegten Daten wieder vorhanden.

HR-Com erhält den Status „SAP® Recognized Expertise“ im Bereich Core HR und Payroll

Seit dem 21. März 2022 ist die HR-Com SAP® Recognized Expertise Partner für SAP® Core HR and Payroll. Damit ist HR-Com mit dem höchsten Partnerstatus im SAP® PartnerEdge Program ausgezeichnet worden.

SAP® bestätigt durch das Label sowohl die außerordentliche Expertise von HR-Com in Bezug auf SAP® HCM / SuccessFactors Core HR and Payroll, als auch die umfassende Projekterfahrung.

Dokumentiert wird mit der Vergabe des Status außerdem, dass die Kunden die Leistungen in den Projekten positiv bewerten und dass die HR-Com über genügend zertifizierte Berater verfügt. Diese zertifizierten Berater sind wichtig, weil nur durch sie die Qualität in den Projekten regelmäßig den Standard übertrifft.

„Für unsere Kunden und alle anderen Unternehmen, die vor der Einführung von SAP® HCM oder SuccessFactors stehen, ist die Auszeichnung ein verlässliches Qualitätsversprechen. Mit der HR-Com haben sie einen Partner an ihrer Seite, der seine Kompetenz nachgewiesen hat und der die erforderlichen Ressourcen bereitstellen kann“, sagt Thorsten Klandt, Geschäftsführer der HR-Com.

 

SAP RX Core HR and Payroll R pos grygld

SAP® HCM – Schwerbehindertenabgabe

Schwerbehindertenabgabe

Im folgenden Blogbeitrag zeigen wir Ihnen die Schwerbehindertenabgabe in SAP® HCM.

So sieht z.B. eine Aufforderung der Bundesagentur für Arbeit für die Schwerbehindertenabgabe aus:

Bild Stand März 2022

 

Als erstes muss das Programm IW-Elan auf dem Computer vorhanden sein.
Hier der Link zum Download: https://www.iw-elan.de/download/download-aktuelle-win/
Vorsicht: Jedes Jahr muss eine neue Version heruntergeladen werden!

 

 

Nun rufen Sie die Schwerbehindertenanzeige in SAP im Produktivsystem über die Transaktion PC00_M01_LEHA auf:

 
  • Eventuell eine vorhandene Variante auswählen
  • Immer für eine Firma ausführen
  • Erhebungsjahr ist das vorangegangene Jahr
  • Ausgabe für AG
  • Vorerst Ausgabe ohne Download-Datei
  • → ausführen

 

Es wird ein Protokoll bei Hinweisen und Fehlern ausgegeben.
Dieses vorab prüfen, ob alles in Ordnung ist.

 

Über den Button „Formularausgabe“ kann das Formular eingesehen werden.

 

Auf den letzten Seiten findet sich eine Auflistung über die Einschätzung des Behinderungsgrads bei den einzelnen Arbeitnehmern (nur, wenn eine Behinderung angelegt ist) sowie die Berechnung der Abgabe.

Bitte prüfen Sie die Werte im Formular.

 

Nach Prüfung 

Rufen Sie die Anzeige der Schwerbehindertenabgabe nochmals auf
  • Variante wählen, falls vorhanden
  • Ausgabe für Agentur für Arbeit
  • Darauf achten, dass jede Firma einzeln abgerufen wird
  • Haken bei „Datei-Download“ → Pfad hinterlegen (kann jeder selbst beliebig auswählen) → ausführen
  • Fehler müssen geprüft werden
  • Download der Dateien – Button anklicken → dadurch wird die Datei erstellt 
 
 
 
 
Starten Sie das Programm IW-ELAN und importieren Sie die Dateien:
 

Datei auswählen für den Import (a.txt)

 

 

Setzen Sie einen Haken bei allen Dateien aus diesem Ordner importieren → OK
→ Import starten
Falls Meldungen zur Internetverbindung aufkommen → Anweisungen folgen:
Optionen →  Internetverbindung einrichten
 
 
 

Weiter drücken → danach dürfte es eingestellt sein

 

 

Danach elektronischer Versand → Versenden und Drucken

Das Formular kann nochmals gespeichert werden.

 

Der Versand in Papierform ist ab 2021 nicht mehr nötig.

 

Gesundheits- und Impfüberwachung im Umfeld Covid-19 in SuccessFactors

In der aktuellen Situation um Covid-19 haben viele Firmen die Anforderung Daten zur Gesundheits- und Impfüberwachung der Mitarbeiter im System zu verwalten. SAP bietet in SuccessFactors eine Best-Practice Lösung dazu an. Diese kann im Upgrade-Center unter der Bezeichnug „Best Practices für die Gesundheits- und Impfüberwachung“ aktiviert werden.

Das Gesundheits- und Impfüberwachungs-Portlet basiert auf einem benutzerdefinierten MDF-Framework. Dieses Portlet bietet umfangreiche Möglichkeiten Daten zur verwalten. Was hier im Detail benötigt wird muss definiert werden, der Inhalt kann an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden. Ob die Daten im Self-Service durch den Mitarbeiter oder durch die Personalabteilung erfasst werden, kann durch die Vergabe von Berechtigungen gesteuert werden.

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