Zum Hauptinhalt springen

Autor: vindicators

SAP® HCM – Die Kurzarbeit

– ein wirtschaftliches Mittel in schwierigen Zeiten

Je nach Tarif- und/oder Betriebsvereinbarungen ist die Kurzarbeit in den Unternehmen unterschiedlich geregelt.
Allen gemeinsam ist aber die gesetzliche Grundlage, unter welchen Bedingungen ein Betrieb Kurzarbeit anmelden darf. Klar definiert ist auch die gesetzliche KUG-Leistung, die in ihrer Höhe in Abhängigkeit von Kind/kein Kind und der Steuerklasse differiert.

Voraussetzungen

Customizing

  • Gewährungszeitraum muss hinterlegt sein – Tabelle T5D3E

  • Betroffene Mitarbeiter festlegen – Tabelle V_T507A

Je nach Zugehörigkeit zum Personalbereich befindet sich der Mitarbeiter in einem KUG-Zeitraum ohne Sonderregel und Zuschuss-Verfahren oder aber mit Zuschuss 30.

  • Besonderheit KUG: Zeitraum für pauschalierte SV-Erstattung 100% – Tabelle V_T5D3E_SVERST

  • Klassifizierung der Lohnarten u.a. bzgl. Soll- und Istentgelt, variabler Bezüge, Mehrarbeiten etc.

Auswertung z.B. über Report RPDLGA20

Stammdaten/Bewegungsdaten

  • Pflege IT0049 – KUG-Zeitraum

Alternativ kann der IT0049 – Kurzarbeit/Saison-Kurzarbeit via Massenupdate mit Report RPIKUGD0 angelegt / verlängert werden.

Die roten Kästchen spiegeln Möglichkeiten der Übersteuerung bzw. der Abbildung von Sonderregelungen wider.
In der Tabelle V_T5D3I  können kundeneigene Zuschuss-Verfahren sowie Sonderregelungen angelegt werden, die dann in der Abrechnung abgefragt werden können.

  • Verschiedene Arten der Pflege von KUG-Ausfall-Zeiten

1) Die gängigste Variante ist die Pflege der einzelnen Ausfalltage über den Infotyp 2003 – Vertretungen mit Vertretungsart „03“.
    Entweder über einen geeigneten Tagesarbeitszeitplan

oder die Vorgabe der einer uhrzeitbasierten Arbeitszeit:

Hier ist aber z.B. eine bestehende Zeitwirtschaft evtl. mit zu berücksichtigen.

2)  Arbeitet ein Mitarbeiter bzw. gleichartigen Mitarbeitergruppen über einen definierten Zeitraum verkürzt, so kann auch eine KUG-Arbeitszeitplanregel im IT0049 vorgeben werden. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Arbeitszeitplanregel als „KUG-Arbeitszeitplan in der Tabelle V_T508a gekennzeichnet ist:

3) Eine weitere Möglichkeit ist gänzlich die Abbildung über den IT2010 – Entgeltbelege. Dazu biete auch das Customizing „Kurzarbeit  einen eigenen Punkt an:

Zu beachten gilt es hier, dass die z.B. Beurteilung Krank vor / während KUG oder Urlaub und KUG entsprechend selbst gesteuert werden muss.

4) Einige Kunden haben auch den IT0049 nur für einzelne KUG-Tage gepflegt. Hier wird dann über eine Arbeitszeitplanregel der entsprechende KUG-Ausfall vorgegeben. Zu beachten gilt hier, dass der IT0049 mehrere Splits erzeugt.

Je nachdem welche Gesamt-Konstellationen (z.B. SAP-Zeitwirtschaft ja/nein, externe Zeitwirtschaft, etc.) Sie bei sich im Unternehmen vorfinden, kann die eine oder die andere Möglichkeit vorteilhafter sein.

  • Es besteht zudem die Möglichkeit über den IT0014 „Wiederkehrende Be- und Abzüge“ sowie über den IT0015 „Ergänzende Zahlungen“ gewissen Teile der Kurzarbeit, die in der Abrechnung ermittelt werden, zu übersteuern. Dazu bietet SAP u.a. einige Musterlohnarten an:

MK40: KuG/SKuG Sollentgelt Vorgabe – dies kann auch über den IT0049 direkt vorgegeben werden.
MK4A: KuG/SKuG Erhöhung Sollentgelt
MK00: KuG/SKuG Nebeneinkommen
MK4B: KuG/SKuG Feiertagsentgelt

 

KUG in der Abrechnung

Sind alle Daten für die Kurzarbeit gepflegt und das Customizing bzw. Schemen/Regeln entsprechend eingerichtet und angepasst, so wird eine Abrechnung für den Mitarbeiter erstellt.
Im nachfolgenden möchten wir einige Stellen im Abrechnungsprotokoll zeigen, an denen entsprechende Lohnarten in Bezug auf KUG errechnet werden, die dann z.B. zur KUG-Leistung, KUG-Zuschuss etc. führen.
Im IT0049 ist das Zuschussverfahren „30“ „Zuschuss Nettovergleich“ ausgewählt worden, die erste wichtige Stelle im Abrechnungsschema findet sich hier:

Am Ende dieses Unterschemas haben wir das Vergleichsnetto (ohne KUG) zur Verfügung.
Dies kann man in Regel DKO0 des Schemas DKM0 (ggf. kundeneigene/s Regel/Schema)

prüfen. Das Vergleichsnetto wird in einer KUG-Tabelle gespeichert, um es zu einem späteren Zeitpunkt für Berechnungen wieder zur Verfügung zu haben.
Achtung: Im Unterschema sind etwaige Standardregeln /-schemen gegen die kundeneigenen auszutauschen!

Im Bruttoteil der Zeitdatenverarbeitung

finden sich nun die Kurzarbeitsstunden hier:

Im weiteren Verlauf dann die ZL:

Ergebnis:

Der Gesamt-KUG-Ausfall beläuft sich hier auf 45 Std. und wird in der /670 abgestellt.

Im Anschluss wird das Sollentgelt gebildet:

Je nach Schlüsselung der Lohnarten wird hier die Lohnart /6A0 gebildet.

Die Ermittlung des pauschalen Nettoentgeltes erfolgt unter „Aliquotierung und Abstellung“ (Schema DAL0). Hier wird unter dem Schema Kurzarbeit / Winterausfall bewerten (Schema DKU1) Die KUG Leistung ermittelt und bei aktivierter Zuschussberechnung ebenfalls der KUG Zuschuss:

Aus dem Brutto-Sollentgelt (Lohnart /6C0) wird, über eine von der Agentur für Arbeit vorgegebene Tabelle, das Netto-Sollentgelt (Lohnart /6E0) ermittelt.
Diese Tabelle bzw. die dazugehörigen Werte kann man sich auch über die KUG-Leistungssätze – Report RPU_M01_CKUG ausgeben lassen.
Anschließend wird über diese Tabelle aus dem Brutto-Istentgelt (/6D0) das Netto-Istentgelt (Lohnart /6F0) ebenfalls ermittelt.
Die Differenz aus dem Netto-Sollentgelt abzüglich des Netto-Istentgeltes ergibt die KUG-Leistung die in die Lohnart /692 abgestellt wird.
Der KUG-Zuschuss, je nach kundeneigener Regelung wird hier berechnet:

Das Ergebnis wird dann in /624 abgestellt.

SV-Erstattung

Für die Zeit vom 01.03.2020 – 31.12.2020 wurde in der Verordnung zur Erleichterung der Kurzarbeit (Kurzarbeitergeldverordnung  – KugV) festgehalten, dass 100% der vom Arbeitgeber alleine zu tragenenden SV-Beiträge pauschaliert erstattet werden.

Damit die SV-Erstattung im System ermittelt wird, sind folgende Punkte im Customizing zu hinterlegen:

  1. Teilapplikation KUSV (SV-Erstattung bei Kurzarbeitergeld ist für den Zeitraum 01.03.2020 – 31.12.2020 in der Tabelle V_T596C eingetragen.
  2. Die Konstante KUPSV ist ab dem 01.03.2020 auf 18.80 in der Tabelle V_T511K geändert worden.

In der Abrechnung werden nun 3 neue Lohnarten gebildet:

  • /64J – KuG: SV-Erstattung
  • /64K – KuG: SV-Erstattung 100%
  • /64P – KuG: pausch. SV-Erstattung 100% -> diese Lohnart enthält den Erstattungsbetrag

Die Erstattung erfolgt über die monatlichen KUG-Listen.

KUG-Liste

Die Kurzarbeitslisten für Arbeitsamt und Krankenkassen weist die entsprechenden KUG-Lohnarten aus. Die Listen werden über Report RPCKULD3 ausgegeben.

Verbuchung der KUG-Lohnarten

Unseres Erachtens sind nachfolgende Lohnarten zu verbuchen:

Lohnart Bezeichnung
/692 KuG-Leistung
/688 KuG Leistung krank vor
/696 KuG Leistung Feiertag
/35A Kug KV-AG-Anteil Ftag
/35C Kug KV-AG-Anteil (lfd.)
/35E Kug AG-Zuschuss KV
/36A Kug RV-AG-Anteil Ftag
/36C Kug RV-AG-Anteil (lfd.)
/36E Kug AG-Zuschuss RV
/3KN KV Ftag KuG AG-Zuschuss
/3KP RV Ftag KuG AG-Zuschuss
/3KR PV Ftag KuG AG-Zuschuss
/3L6 Kug IU-AG-Anteil Ftag
/3MJ ZusBei KuG Feiertag
/3ML ZusBei KuG fiktiv
/3MO ZusBei AG-Z KuG Feiertag
/3MR ZusBei AG-Z KuG fiktiv
/3QA Kug PV-AG-Anteil Ftag
/3QC Kug PV-AG-Anteil (lfd.)
/3QE Kug AG-Zuschuss PV
/64P KuG: pausch.SV 100%
/64A KuG Lfd. Nettozusag
/64B KuG St+SV auf /64A

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

SAP® HCM – Neue Release-Strategie für SAP SuccessFactors ab 2020

SAP® hatte bereits im letzten Jahr angekündigt, dass ab 2020 nur noch zweimal im Jahr ein neues Release ausgerollt wird. Statt bisher einmal im Quartal gibt es ab sofort jeweils nur noch einmal im Halbjahr ein Update.

Dies hat zur Folge, dass die Updates wesentlich umfangreicher sein werden, denn die neuen Funktionen werden deswegen nicht weniger werden.

Damit der Kunde sich besser auf die Neuerungen vorbereiten und den GoLive planen kann, hat SAP® nun angekündigt, den Zeitraum zwischen dem Update der Preview-Instanz und produktiven Instanz zu vergrößern. Damit besteht die Möglichkeit sich intensiver mit den ausgelieferten Neuerungen zu befassen.  

Die Termine für 2020 sind:

1. Halbjahr 2020
Update Preview Instanz am 10. April 2020
Update produktive Instanz 5. Juni 2020

2. Halbjahr 2020
Update Preview Instanz 16.Oktober 2020
Update produktive Instanz 20. November 2020

SAP® stellt hierfür Infomaterial bereit und auch wir unterstützen Sie gerne, wenn Sie Fragen haben oder Hilfe benötigen!

SAP® HCM – monatliche Tätigkeiten – letzter Teil

Der vorerst letzte Teil unserer beliebten Reihe zu den (monatlich) wiederkehrende Tätigkeiten im SAP® HCM:

Heute widmen wir uns dem nachfolgenden Themengebiet:

  • Bankleitzahlen der deutschen Banken

 

Teil 5 – Bankleitzahlen der deutschen Banken

Die Aktualisierung der Bankleitzahlen erfolgt viermal pro Jahr (Januar, März, Juni und September). Die Bereitstellung der Daten erfolgt über die Deutsche Bundesbank und kann über folgenden Link heruntergeladen werden:

Download der Bankleitzahlendatei

Einspielen der Daten

Das Einspielen erfolgt über den Report RFBVALL_0 -> Länderspezifische Bankenverzeichnisübernahme.

Hierbei muss beachtet werden, dass die Dateistruktur – DE 005 Deutsche Bundesbank: ab Juni 2006; Format DE5 und die Codepage 1400 ausgewählt wird.

Zum produktiven Einspielen muss der Haken „Echtlauf“ gesetzt werden.

Achtung: Das Einspielen der Bankdaten muss in jedem System/Mandanten erfolgen.

 

SAP® HCM – monatliche Tätigkeiten – Teil5

Wir fahren weiter mit unserer beliebten Reihe zu den (monatlich) wiederkehrende Tätigkeiten im SAP® HCM fort.

Heute widmen wir uns dem nachfolgenden Themengebiet:

  • Finanzamtsnummern/Gemeindedaten

Ausblick auf den letzten Teile der Serie:

  • Bankleitzahlen der deutschen Banken

 

Teil 5 – Finanzamtsnummern/Gemeindedaten

Der Datei-Download

Die Datei wird unter folgenden Internetadresse zur Verfügung gestellt:

https://www.bzst.de/DE/Service/Behoerdenwegweiser/Finanzamtsuche/finanzamtsuche.html

Dort unter Downloadangebot.

Einspielen der Datei FA/AGS GEMFA 2.0

Mit Hilfe des Reports RPUSTGD1 werden die neuen Stammdaten zu den Finanzamts- und Gemeindedaten eingespielt.

Auch hier gilt, zuerst den Report ohne Datenbank-Update ausführen. Wenn alles grün ist, dann mit Datenbankupdate ausführen.
Achtung: Dieser Report muss auf allen Systemen (Mandanten) prozessiert werden, da Stammdaten aktualisiert werden.

 

SAP® HCM – monatliche Tätigkeiten – Teil4

Auch im neuen Jahr fahren wir mit unserer beliebten Reihe zu den (monatlich) wiederkehrende Tätigkeiten im SAP® HCM fort.

Heute widmen wir uns dem nachfolgenden Themengebiet:

  • Berufsständische Versorgungswerke

Ausblick auf die weiteren Teile der Serie:

  • Finanzamtsnummern/Gemeindedaten
  • Bankleitzahlen der deutschen Banken

 

Teil 4 – Berufsständische Versorgungswerke

Der Datei-Download

Die Datei muss unter folgender Seite heruntergeladen werden:

www.dasbv.de/fileadmin/download/bvdatei

Einspielen der Datei BVW

Mit Hilfe des Reports RPUBVDD0 werden die neuen Stammdaten zu der berufsständischen Versorgungswerke eingespielt.

Der Report wird ausgeführt, danach kommt ein Fenster hoch, in dem man die Datei auswählen kann.
Auch hier gilt, zuerst den Report ohne Datenbank-Update laufen lassen. Wenn alles grün ist, dann mit Datenbankupdate ausführen. Dies wird dann in einen Transport geschrieben und muss in alle Systeme / Mandanten transportiert werden.

 

SAP® HCM – monatliche Tätigkeiten – Teil3

Damit es in der SAP® HCM Abrechnung weiterhin richtig rund läuft, fahren wir mit unserer beliebten Reihe zu den (monatlich) wiederkehrende Tätigkeiten fort.

Heute widmen wir uns dem nachfolgenden Themengebiet:

  • Berufsgenossenschaften/Gefahrentarife

Ausblick auf die weiteren Teile der Serie:

  • Berufsständische Versorgungswerke
  • Finanzamtsnummern/Gemeindedaten
  • Bankleitzahlen der deutschen Banken

 

Teil 3 – Berufsgenossenschaften/Gefahrentarife

Der Datei-Download

Die Datei muss unter folgender Seite heruntergeladen werden:

https://download.gkv-ag.de/

 

Einspielen der Datei BG/GT

Mit Hilfe des Reports RPUBGDD0 werden die neuen Stammdaten zu den Berufsgenossenschaften eingespielt.

Auch hier gilt, zuerst den Report ohne Datenbank-Update laufen lassen. Wenn alles grün ist, bitte mit Datenbankupdate ausführen. Die eingespielten Daten werden dann in einen Transportauftrag geschrieben. Dieser muss in alle Systeme (Mandanten) transportiert werden.

Stammdatenanpassungen bei Änderung der GT

Bei rückwirkenden Anpassungen der Gefahrentarife ist es erforderlich, dass für die MA eine Rückrechnung gesetzt wird.

Auch hier gilt, zuerst den Report ohne Datenbank-Update laufen lassen. Wenn alles grün ist, dann mit Datenbankupdate ausführen.

Achtung: Dieser Report muss auf allen Systemen (Mandanten) laufen, da Stammdaten aktualisiert werden.

SAP® HCM – Aufnahme der beschränkt Steuerpflichtigen ins ELStAM-Verfahren zum 01.01.2020

Es ist vorgesehen, die beschränkt Steuerpflichtigen in das ELStAM-Verfahren aufzunehmen (Stufe 1).

In der ersten Stufe können jedoch nur die Steuerklassen 1 und 6 von ELStAM zur Verfügung gestellt werden.
Somit bleibt es weiterhin in bestimmten Konstellationen bei dem Papierverfahren für beschränkt Steuerpflichtige. Zum Beispiel betrifft dies beschränkt Steuerpflichtige mit Antrag auf einen Freibetrag bzw. auf Antrag unbeschränkt /erweitert unbeschränkt Steuerpflichtige.

Diese Arbeitnehmer, sollen nach jetzigem Stand, erst zu einem späteren Zeitpunkt in das ELStAM-Verfahren aufgenommen werden (Stufe 2).

Die SAP-Seitigen Änderungen werden voraussichtlich mit dem Jahreswechsel bereitgestellt.

Ausführlichere Informationen zu diesem Themen finden Sie im Hinweis 2848822.

Bei der Umsetzung in SAP HCM sowie bei Fragen sind wir Ihnen natürlich gern behilflich.

 

SAP® HCM – monatliche Tätigkeiten – Teil2

Damit es in der SAP® HCM Abrechnung weiterhin richtig rund läuft, fahren wir mit unserer bliebten Reihe zu den (monatlich) wiederkehrende Tätigkeiten fort.

Heute widmen wir uns dem nachfolgenden Themengebiet:

  • Institutionskennzeichen

Ausblick auf die weiteren Teile der Serie:

  • Berufsgenossenschaften/Gefahrentarife
  • Berufsständische Versorgungswerke
  • Finanzamtsnummern/Gemeindedaten
  • Bankleitzahlen der deutschen Banken

 

Teil 2 – die Institutionskennzeichen

Das Einspielen der Institutionskennzeichen ist nicht immer monatlich notwendig, da die Datei nicht monatlich aktualisiert wird.

Der Datei-Download

Die Datei muss unter folgender Seite heruntergeladen werden:

https://download.gkv-ag.de/

Diese Datei enthält alle Institutionskennzeichen der Unfallversicherungsträger, die bei Arbeitsunfällen etc. im Datenbaustein DBUN erforderlich ist.

Einspielen der Insitutionskennzeichen

Mithilfe des Reports RPUEEDD0 wird die aktuelle Datei eingespielt.

Zuerst sollte man den Report ohne Datenbank-Update laufen lassen. Wenn alles grün ist, dann mit Datenbankupdate laufen lassen. Die Daten werden in einen Transport geschrieben. Dieser muss in alle Systeme / Mandanten transportiert werden.

 

SAP® HCM – monatliche Tätigkeiten – Teil1

Damit es in der SAP® HCM Abrechnung rund läuft, müssen u.a. monatlich wiederkehrende Tätigkeiten durchgeführt werden.

In dieser Blog-Artikel Reihe möchten wir Sie mit auf die Reise nehmen!

In folgenden Bereichen müssen die Aktualisierungen, die über externe Dateien zur Verfügung gestellt werden, eingespielt werden:

  • Beitragssatz-/Betriebsnummerndatei (Aktualisierung Krankenkassen etc.)
  • Institutionskennzeichen
  • Berufsgenossenschaften/Gefahrentarife
  • Berufsständische Versorgungswerke
  • Finanzamtsnummern/Gemeindedaten
  • Bankleitzahlen der deutschen Banken

 

Teil 1 – die Beitragssatz-/Betriebsnummerndatei

Krankenkassen Datei-Download

Die Datei muss unter folgender Seite heruntergeladen werden:

https://download.gkv-ag.de/

Diese Datei enthält alle aktuellen Stammdaten der Krankenkassen.

Einspielen der Beitragssatzdatei

Mithilfe des Programmes RPUSVED1 wird die Beitragssatzdatei eingespielt. Im ersten Schritt wird die Datei eingefügt und der Report ohne Datenbankupdate ausgeführt. Dies ist erforderlich, um ggfs. Fusionierungen von Krankenkassen festzustellen, die dann zuerst gepflegt werden müssen, bevor man den Report mit Datenbankupdate laufen lässt.
Sollte eine Krankenkasse fusioniert haben, so schaut dies wie folgt aus:

In diesem Fall muss die aktuelle Kasse gesperrt werden. Die Nachfolgekasse, falls noch nicht vorhanden, muss angelegt werden und dann die Nachfolgekasse in der Nachfolgeverwaltung eingetragen werden.

Die einzelnen Punkte findet man im Menü unter:

Unter Nachfolgeverwaltung für gesperrte Krankenkassen finden sie das Menü:

Bei der Nachfolgeverwaltung sollte zuerst geprüft werden, ob die Betriebsnummer der neuen Kasse (wird in der Meldung angezeigt) bereits im System vorhanden ist. Wenn nicht, muss die neue Krankenkasse angelegt werden. Danach wird die alte Krankenkasse zum Zeitpunkt der Schließung der Kasse abgegrenzt und dann gesperrt. Des Weiteren muss unter Nachfolgekasse / Nachfolgende Geschäftsstelle anlegen die Folgekrankenkasse hinterlegt werden:

Unter Punkt 3.4.2 Aktualisierung der Stammdaten bei Krankenkassenfusionen ist beschrieben, wie die Stammdaten der Mitarbeiter aktualisiert werden können.
Nachdem alle Nachfolgeverwaltungen abgeschlossen sind, nochmal den Report RPUSVED1 im Test laufen lassen. Wenn alles auf grün steht, kann der Report mit Datenbankupdate ausgeführt werden.
Dies wird alles in einen Transport geschrieben und muss in alle Systeme / Mandanten transportiert werden.

Betriebsnummerndatei

Mit der gleichen Datei werden die Annahmestellen der Krankenkassen mit Hilfe des Reports RPUSVDD1 eingespielt.
Auch hier immer zuerst ohne Datenbankupdate laufen lassen. Wenn alles auf grün steht, kann mit Datenbankupdate gearbeitet werden. Dies wird dann in einen Transport geschrieben und muss in alle Systeme / Mandanten transportiert werden.

Stammdatenanpassung und Abgleich der Beitragssätze

Da sich Beitragssätze rückwirkend ändern können und die Kassenfusionen bei den Stammdaten ebenso berücksichtigt werden müssen, wird mit Hilfe folgender Reports, die Stammdaten (IT0013, IT0003) angepasst.

Abgleich Beitragssätze

Mithilfe des Reports RPUSVCD0 werden die Beitragssätze aktualisiert und ggfs. wird pro Personalnummer ein Rückrechnungsdatum im IT0003 gesetzt. Auch hier gilt, den Report testhalber ohne Datenbankupdate laufen zu lassen. Wenn alles grün ist, dann mit Datenbankupdate laufen lassen.
Achtung: dieser Report muss auf allen Systemen (Mandanten) laufen, da Stammdaten aktualisiert werden.

Aktualisierung der Stammdaten bei Krankenkassenfusionen

Mithilfe des Reports RPISVKD0 wird bei allen Mitarbeitern mit fusionierten Kassen, die neue Krankenkasse in den Stammdaten IT0013 Sozialversicherung eingetragen.
Dieser Report muss nur laufen, wenn es Krankenkassenfusionen gibt.
Achtung: dieser Report muss auf allen Systemen (Mandanten) laufen, da Stammdaten aktualisiert werden.
Dieser Report muss mit „Mappe erstellen“ + Stichtag 1. des aktuellen Monats laufen. Wenn die Liste erscheint, BI-Mappe mit Transaktion sm35 abspielen.

 

SAP® baut das Sidecar ab – die Zukunft von SAP HCM

Seit längerem gibt es Diskussionen um die Zukunft von SAP® HCM. Auch wenn alles noch Zukunftsmusik war hat es doch die Planungen in der Gegenwart betroffen und somit für Verunsicherung gesorgt. Nun gibt es neue Aussagen der SAP, die endlich wieder Ruhe und Planungssicherheit für den Kunden bringen.

Der ursprünglich verkündete Plan war ein sog. Sidecar ab 2023 zur Verfügung zu stellen, eine für S/4 HANA optimierte SAP® HCM Lösung, die jedoch nur als separate Lösung außerhalb der anderen S/4 HANA Module zur Verfügung gestellt werden sollte. Damit war somit eine Trennung der Systeme erforderlich, wenn man heute SAP® HCM gemeinsam mit anderem Modulen auf einem System betreibt.

Auf dem DSAG Jahreskongress wurde verkündet, dass dieser Plan nun vom Tisch ist. Ab 2022 wird es eine SAP® HCM Lösung als integrierter Bestandteil von S/4 HANA geben. Diese Lösung wird für den Betrieb mit S/4 HANA optimiert. Damit entfällt der Zwang der Systemtrennung von SAP® HCM.

Natürlich gibt es auch sachliche Gründe für eine Trennung des SAP® HCM in ein eigenständiges System, wie z.B. eine Unabhängigkeit bei der Planung der Support Packages. Nun ist es aber wieder möglich sich für oder gegen eine Trennung auf Basis von sachlichen Gründen zu entscheiden. Auch die Frage wann und in welchem Umfang man SuccessFactors als Lösung für moderne Personalprozesse einsetzen möchte ist nun wieder auf Basis von sachlicher Argumentation und nicht mit dem Hintergrund der zeitlichen Keule zu diskutieren.

Eine gute Entscheidung der SAP® zu Gunsten des Kunden. Lediglich die Zukunft der Reiseabrechnung und -planung ist bisher noch mit dem Ablaufdatum 2025 versehen, danach gibt es aus heutiger Sicht nur noch SAP® Concur als Alternative im Hause SAP®.

SAP® HCM – Digitale Lohnschnittstelle (DLS)

Was ist die Digitale LohnSchnittstelle?

Die Digitale LohnSchnittstelle ist eine technische Schnittstelle, die durch eine vordefinierte Struktur sicherstellt, dass Daten aus einem beliebigen Abrechnungssystem einheitlich für die Lohnsteuer-Außenprüfung zur Verfügung gestellt werden können.

Muss ich die Schnittstelle verwenden?

Bereits seit dem 01.01.2018 ist die Schnittstelle verpflichtend zu verwenden. Die Verpflichtung leitet sich aus dem Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens ab und kann damit jederzeit vom Prüfer gefordert werden.

Was ist konkret im SAP® HCM Abrechnungssystem zu tun?

Die Daten für die Digitale LohnSchnittstelle können mit einem Report (RPCDLSD0) extrahiert werden.
Um den Report nutzen zu können sind Vorarbeiten zu leisten. Die kundeneigenen Lohnarten sind ggf. zu klassifizieren.

Hilfreich ist dazu Report RPUDLSD0_LGA.
Dieser zeigt die Lohnartenklassifikation an und damit lassen sich schnell und einfach Lohnarten herausfinden, die noch einer engeren Klassifizierung bedürfen. Dies geht über das Customizing der Lohnarten z.B. in Tabelle V_512W_D hinaus.

Diese extra Klassifizierung erfolgt über die Views/Tabellen:

  • V_T77PAYDEDLS_L – Ja/Nein Fragen für die Lohnarteneigenschaften festlegen

  • V_T77PAYDEDLS_W – Weitere Lohnarteneigenschaften festlegen

Ist dann auch ein entsprechender Pfad über die Transaktion FILE angelegt worden, können die Daten extrahiert und auf dem Applikationsserver abgelegt werden.

  • Für einzelne Personalnummern können Sie sich die Daten anzeigen lassen.
  • Bei einem Gesamtexport sollte der Haken „Dateien anzeigen“ entfernt werden.

Die Dateien müssen dann auf einem entsprechenden Weg an den Steuerprüfer übermittelt werden.