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Autor: vindicators

Digitalisierung der Leistungsbeurteilung in SAP in 5 Schritten

Wie digitalisiert man die ERA-Leistungsbeurteilung in SAP in 5 Schritten?

Kurzantwort: Zur Digitalisierung der Leistungsbeurteilung in SAP gehören 5 Schritte: (1) Ist-Prozess aufnehmen, (2) einen modularen Plan aufstellen, (3) passende SAP-Option wählen (SuccessFactors, Customer Add-On mit Fiori), (4) aktives Change-Management einführen, (5) phasenweise ausrollen und laufend optimieren.

Einleitung

Leistungsbeurteilungen entscheiden über Entwicklung, Vergütung und Nachfolge – und damit über Ihren Unternehmenserfolg. Doch in vielen Organisationen sind die Prozesse noch Papier- oder Excel-basiert, langsam und fehleranfällig. Wenn Sie mit SAP HCM (On-Premise) oder SAP SuccessFactors arbeiten, bietet die Digitalisierung eine strukturierte, sichere und schnelle Umsetzung – inklusive DSGVO-konformer Dokumentation und nahtloser Anbindung an Folgeprozesse. Für HR- und IT-Entscheider im SAP-Umfeld bedeutet die Digitalisierung klare Rollen, saubere Datenflüsse und eine bessere Employee Experience.

In diesem Beitrag erhalten Sie einen praxisnahen Leitfaden: Wir klären, was zur Digitalisierung der Leistungsbeurteilung gehört, vergleichen SAP-Optionen und zeigen, wie Sie in klaren Schritten vorgehen – inklusive Best Practices und typischer Stolpersteine.

Was ist Leistungsbeurteilung – und warum digitalisieren?

Unter ERA-Leistungsbeurteilung verstehen wir ein Instrument zur leistungsorientierten Entlohnung im Rahmen des ERA-Entgeltrahmenabkommens, das die individuelle oder gruppenbezogene Leistung der Beschäftigten zusätzlich zum Grundentgelt honoriert. Sie basiert auf einer zuvor festgelegten und bewerteten Leistung, die über verschiedene Methoden wie Akkord, Prämie oder Zielvereinbarungen ermittelt werden kann.  Er identifiziert Leistungsträger, deckt Lücken auf und dient als Informationsgrundlage für Talent-Management, Vergütung, Entwicklung und Nachfolge. Häufig fließt die Zielerreichung aus der Zielvereinbarung hinein.

Die Digitalisierung der Leistungsbeurteilung reduziert den manuellen Aufwand, erhöht Transparenz und Fairness durch einheitliche Bewertungsskalen, verbessert die Datenqualität für Folgeprozesse und schafft Rechtssicherheit durch nachvollziehbare Protokollierung sowie revisionssichere Ablage. Das Ergebnis ist ein Prozess, der Akzeptanz schafft, Leistung sichtbar macht und verlässlich in Payroll, Talent- und Nachfolgeprozesse einspielt.

Ihr 5-Schritte-Plan zur digitalen Leistungsbeurteilung in SAP

Schritt 1: Ausgangsanalyse – Ist-Zustand und Zielbild

Am Anfang steht eine gründliche Bestandsaufnahme. Dokumentieren Sie die heutige Prozesslandschaft inklusive papierbasierter Verfahren, manueller Workflows und Excel-Lösungen. Ordnen Sie Rollen und Verantwortlichkeiten für Mitarbeitende, Führung, HR-Administration und den Betriebsrat zu und halten Sie die Berechtigungsstrukturen fest. Analysieren Sie Datenflüsse, identifizieren Sie Medienbrüche – beispielsweise, wenn Stammdaten aus dem HCM-System exportiert, in Excel bearbeitet und anschließend in die Abrechnung zurückgespielt werden – und prüfen Sie rechtliche Rahmenbedingungen wie Betriebsvereinbarungen, Tarifvorgaben sowie die DSGVO. Definieren Sie anschließend präzise und messbare Ziele: zum Beispiel: die Reduzierung des administrativen Aufwands um 40% innerhalb eines Jahres, eine Rücklaufquote von mindestens 70% oder eine Verkürzung des Beurteilungszyklus von acht auf vier Wochen.

Schritt 2: HR-Kerprozesse identifizieren und priorisiert planen  

Analysieren Sie anschließend Ihr Zielbild, um die relevanten HR-Prozesse für Ihre Leistungsbeurteilung zu identifizieren: Was davon ist unverzichtbar, und was ein Nice-to-have?

Planen Sie nun modular anhand dieser Informationen den Umstieg auf ein neues System.  Beginnen Sie mit den Kernfunktionen: digitale Bewertungserfassung, Routing und Workflows, Benachrichtigungen sowie Status-Transparenz. In einer zweiten Ausbaustufe ergänzen Sie die Budgetsteuerung um leistungsbezogene Zulagen. In einer dritten Stufe heben Sie den Datenwert: Reporting und Analytics, Integrationen in Payroll, Talent und im Dokumentenmanagementsystem. Bewerten Sie jedes Feature nach Wirkung und Machbarkeit.
So entsteht eine Roadmap, die frühzeitig Nutzen liefert und gleichzeitig die langfristige Zielarchitektur im Blick behält.

Schritt 3: Die passende SAP-Option wählen – SuccessFactors oder SAP HCM Add-On in Fiori

SAP SuccessFactors Performance & Goals ist die Cloud-Variante von SAP S/4HANA Cloud. Sie starten mit bereitgestellten Best-Practice-Prozessen, konfigurieren Beurteilungsformulare, Skalen und Verhaltensanker, nutzen kontinuierliches Feedback und binden Kalibrierungsrunden ein. Kompetenzen lassen sich über Kompetenzmodelle zentral steuern; Integrationen in angrenzende Talent-Module sind vorgesehen.

Um den ERA-Leistungszulagenprozess erfolgreich abzubilden, benötigen Sie das Modul Compensation in Kombination mit dem Modul Performance and Goals. Diese Lösung bietet jedoch nur eine geringe Individualisierung und kann die ERA-Tarifzuschläge nicht automatisch abbilden. Um die Cloudlösung an Ihre Bedürfnisse anzupassen, benötigen Sie jemanden, der entweder extern oder intern Ihre Prozesse anpasst.

Fiori/Custom – z. B. Das HR-Com Add-On kombiniert moderne, mobile UX mit passgenauer Abbildung Ihrer Betriebsvereinbarungen. Sie erhalten schlanke Oberflächen, die Fehler vermeiden und genau die benötigten Felder anzeigen. Spezielle Tariflogiken wie ERA oder regelbasierte Absenkungen werden konfigurierbar umgesetzt; Übergaben an Payroll, DMS und Reporting sind integriert. Diese Option eignet sich, wenn Sie eine schnelle, kosteneffiziente Ready-to-use-Lösung in Ihrer Landschaft wünschen und zugleich hohe Gestaltungsfreiheit benötigen.

In diesem Beitrag haben wir einen ausführlichen Vergleich der Umsetzungsmöglichkeiten zur Leistungsbeurteilung in SAP vorgenommen, einschließlich Standalone-Tools mit SAP-Anbindung und Selbstentwicklung.

Schritt 4: Aktives Change-Management

Vor dem Umsetzen des Plans sollte das Personal auf die Umstellung vorbereitet werden. Dafür sollte der Ist-Zustand mit Ihrem Zielbild hinsichtlich der Betroffenen verglichen werden. Diesen Prozess bezeichnet man auch als Change Assessment. Dabei werden folgende Fragen beantwortet:

  • Welche Bereiche sind betroffen?
  • Wo gibt es Risiken oder Vorbehalte?
  • Worin liegen die Chancen und Risiken?
  • Wie manifestiert sich die Umstellung im Alltag der Endanwender?

Stellen Sie kurze, leicht zu verarbeitende Lernformate bereit – von gemeinsamen Online-Sessions über Kurzvideos bis hin zu geführten Touren in der Anwendung. Kommunizieren Sie Ziele, Zeitplan und Nutzen klar, binden Sie den Betriebsrat frühzeitig ein und sichern Sie Schulungskonzepte für Endanwender*innen ebenso wie für Administratoren ab. So erhöhen Sie die Akzeptanz und verringern Reibungsverluste beim Rollout.

Schritt 5: Umsetzung des Plans – ein realistischer 16-Wochen-Pfad

Der Umsetzungzeitraum hängt selbstverständlich davon ab, welche Sie wählen und wie umfangreich das Projekt ist. Bei mittelständischen Unternehmen geht man grundsätzlich von 2 bis 18 Monaten aus, je nach Lösung.

Sie sollten jedoch bei der Planung genügend Zeit für folgende Punkte einberechnen:

  1. Projektstart & Fundament legen
    Zuerst schaffen Sie die Basis: Sie stellen ein gemischtes Projektteam aus Beratung, HR, IT, Datenschutz und Betriebsrat zusammen, finalisieren Ziele und KPIs und prüfen die Systemlandschaft einschließlich der Schnittstellen zu Stammdaten, Payroll und DMS.
  2. Systemkonfiguration & Governance
    Danach definieren Sie Formulare, Skalen und Workflows, legen Rollen und Berechtigungskonzepte nach dem Need-to-know-Prinzip fest und dokumentieren Audit-Pflichten.
  3. Testphase & Qualifizierung der Anwender
    Es folgt die Phase für Tests und Training: vom Proof of Concept über den Systemtest bis zum User Acceptance Test im Pilotbereich, ergänzt durch rollenspezifische Schulungen für Führung, HR und Administration.
  4. Go Live
    In der letzten Phase rollen Sie aus: Sie migrieren Daten mit klarem Cut-over, überwachen KPIs, etablieren den Support und definieren einen Release-Plan für die Weiterentwicklung.

Typische Herausforderungen – und wie Sie sie lösen

Typische Fehler sind ein unterschätzter Change-Aufwand, zu komplexe Startkonfigurationen, zu spät geklärte Datenschutzfragen und fehlende Performance-Tests. Wer diese Punkte proaktiv adressiert, verkürzt die Einführungszeit deutlich und steigert die Akzeptanz.

Technische Stolpersteine treten häufig an Schnittstellen auf. Planen Sie robuste ETL-Strecken, definieren Sie Datenqualitätsregeln und standardisieren Sie Code-Listen sowie Bewertungsskalen. Testen Sie die Performance unter realen Lasten und planen Sie eine sinnvolle Archivierungsstrategie. Organisatorisch bestehen Ihnen Vorbehalte gegenüber neuen Prozessen. Beteiligen Sie Betroffene früh, zeigen Sie konkrete Vorteile und halten Sie die Lernkurve flach.

Wenn Ressourcen knapp sind, helfen Micro-Learnings, klare Rollenleitfäden und – temporär – externe Unterstützung, um Engpässe zu überbrücken. Bewährt haben sich inkrementelle Releases mit sichtbarem Nutzen, ein digitales Change-Konzept mit Umfragen und Sprechstunden sowie Post-Go-Live-Reviews, aus denen Sie konkrete Verbesserungen in die nächsten Releases übernehmen.

Datenschutz und Compliance konkret umgesetzt

Datenschutz ist kein Anhängsel: Halten Sie sich an das Prinzip der Speicherbegrenzung: Speichern Sie nur so lange, wie es für den Zweck erforderlich ist, und dokumentieren Sie Löschfristen nachvollziehbar. Rollenbasierte Berechtigungen begrenzen Zugriffe auf ein Minimum; Protokollierung und regelmäßige Überprüfungen stärken die Revisionssicherheit. Informieren Sie Mitarbeitende transparent über Zweck, Umfang und Dauer der Verarbeitung und stellen Sie Verfahren für Auskunfts- und Berichtigungsrechte bereit. Technisch unterstützen dabei Berechtigungskonzepte in SAP, revisionssichere Ablage im DMS sowie klar definierte Archivierungs- und Löschläufe.

Fazit und nächster Schritt

Die digitalisierte Leistungsbeurteilung schafft Effizienz, Transparenz und Fairness – und liefert die verlässliche Grundlage für Vergütung, Entwicklung und Nachfolge. Mit einem klaren Zielbild, einer realistischen Roadmap und den richtigen SAP-Bausteinen erreichen Sie schnell sichtbaren Nutzen und bauen eine nachhaltige Performance-Kultur auf.

Wenn Sie sehen möchten, wie Ihr Prozess in Ihrer SAP-Landschaft end-zu-end funktioniert, buchen Sie eine Live-Demo unseres HR-Com-Add-ons. Wir setzen mit Ihnen einen produktiven Quick-Start um – inklusive Rollen, Berechtigungen, Formularen, Workflows und notwendiger Schnittstellen.

FAQs

Brauchen wir zwingend SuccessFactors?

Nein. Auch SAP HCM on-prem bietet ein vollwertiges Appraisal-System. SuccessFactors ist sinnvoll, wenn Sie Cloud-Betrieb, mobile Nutzung und enge Verzahnung mit Talent-Modulen priorisieren.

Wie lange dauert die Einführung?

Je nachdem, welche Lösung Sie wählen, ist ein belastbarer Quick-Start in etwa [OV2] 5–8 Wochen realistisch. Außerdem spielen Umfang, Integrationen und Datenqualität eine entscheidende Rolle bei der Digitalisierung der Leistungsbeurteilung. Dabei sind ein klar definiertes Umfeld und eine disziplinierte Testplanung entscheidend.

Wie sichert man die DSGVO-Konformität bei der Digitalisierung?

Mit einem dokumentierten Berechtigungskonzept, der Protokollierung aller relevanten Aktionen, transparenten Informationspflichten gegenüber Mitarbeitenden sowie einem konsequent gelebten Aufbewahrungs- und Löschkonzept.

Wie binden wir ERA oder Absenkungsprozesse ein?

Über konfigurierbare Formulare und Workflows oder eine Fiori-/Add-On-Lösung, die Verbesserungsphasen, Begründungen und Fristen abbildet und Ergebnisse automatisiert an die Payroll übermittelt.

Leistungsbeurteilung in SAP: Was ist Ihre optimale Lösung im SAP-Umfeld? 

Eine moderne Leistungsbeurteilung ist mehr als nur eine formale Pflichtübung. Sie ist ein strategisches Instrument, um Mitarbeiter gezielt zu fördern, die Motivation zu steigern und die Unternehmensziele zu erreichen. Insbesondere in tarifgebundenen Branchen wie der Metall- und Elektroindustrie mit ihrem ERA-Leistungsentgelt wird die Wahl der passenden technischen Lösung zu einer entscheidenden Aufgabe.
In diesem Artikel beleuchten wir die verschiedenen Optionen, die Ihnen zur Verfügung stehen, und geben Ihnen einen klaren Überblick über deren Vor- und Nachteile. Ziel ist es, Ihnen eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu liefern, damit Sie eine Lösung wählen können, die Effizienz, Integration und Benutzerfreundlichkeit optimal verbindet.

Lösungsansätze zur Leistungsbeurteilung in SAP im Vergleich

Im Folgenden werden 4 Möglichkeiten zur Umsetzung der Leistungsbeurteilung aufgeführt: SuccessFactors, integrierte Erweiterungen, Stand-alone-Tools und Eigenentwicklung. Diese werden im Folgenden ausgearbeitet:

Lösungsansätze für Leistungsbeurteilung in SAP im Vergleich

SAP-Standardlösungen: SuccessFactors

Mit der modernen Cloud-Lösung SAP SuccessFactors stehen leistungsfähigere Module zur Verfügung. Insbesondere das SuccessFactors Compensation-Modul in Kombination mit Performance & Goals ermöglicht eine digitale Abbildung des ERA-Leistungszulagenprozesses.

Funktionsweise und Vorteile

  • Zentrale Datenintegration: Alle relevanten Stamm- und Personaldaten werden automatisch in das Compensation-Modul übernommen. Führungskräfte erhalten eine vorkonfigurierte Mitarbeitermatrix, in der alle zu bewertenden Personen aufgelistet sind.
  • Punktesystem und Budgetübersicht: Auf Basis der tariflichen Leistungsmerkmale können Manager Bewertungen gemäß einem festgelegten Punktesystem vornehmen. Dabei werden Gesamtpunktzahl, Zulageprozent und verfügbares Budget in Echtzeit angezeigt.
  • Automatische Budgetkontrolle: Ein integriertes Ampel- bzw. das Kontrollsystem überwacht die Budgeteinhaltung kontinuierlich. Dadurch wird eine faire und nachvollziehbare Vergabe der Leistungszulagen gewährleistet.
  • Genehmigungsworkflow: Nach Abschluss der Bewertungen erfolgt die mehrstufige Genehmigung im Workflow – manuelle Excel-Zusammenführungen oder E-Mail-Ketten entfallen vollständig.
  • Transparenz und Reporting: Die HR-Abteilung hat jederzeit Einblick in Bearbeitungsstände, Rücklaufquoten und Budgetverteilungen – bis auf Teamebene. Auffällige Abweichungen, z. B. ungewöhnlich hohe oder niedrige Bewertungen, lassen sich frühzeitig identifizieren und ansprechen. Zudem können Auswertungen und Vergütungsbriefe automatisch generiert werden.
  • Mitarbeiterbeteiligung: Durch die Selbsteinschätzung können Mitarbeitende aktiv in den Prozess eingebunden werden. Das fördert den Dialog zwischen Führungskraft und Mitarbeitendem, steigert die Akzeptanz und stärkt die wahrgenommene Fairness.
  • Einsatz für außertarifliche Mitarbeitende: Neben ERA-Prozessen kann das Modul auch zur Verteilung von Erhöhungsbudgets für außertarifliche Mitarbeitende genutzt werden – für einen durchgängig digitalen, effizienten und revisionssicheren Gesamtprozess.

Herausforderungen und Abwägung

Als reines Cloud-System ergeben sich bei SuccessFactors besondere technische Anforderungen. Unternehmen mit einer On-Premise-Entgeltabrechnung (SAP HCM Payroll) müssen eine Schnittstelle einrichten, um die Ergebnisse der Leistungsbeurteilung automatisiert zu übertragen. Dies kann zu zusätzlichen Implementierungs- und Wartungsaufwänden führen, die meist durch spezialisierte Partner wie MHP oder Empleox abgedeckt werden.

▶️Daher eignet sich SuccessFactors vor allem für international aufgestellte Organisationen mit bestehender Cloud-Strategie. Für rein deutsche, tarifgebundene Unternehmen mit einer etablierten SAP-HCM-Landschaft kann der Integrationsaufwand jedoch höher ausfallen – insbesondere hinsichtlich der Kosten, der Anpassungstiefe und der Systemlandschaftskompatibilität.

Spezialisierte Add-ons: SAP-integrierte Erweiterungen

Um die Lücke im SAP-Standard zu schließen, haben spezialisierte SAP-HCM-Berater eigene Add-on-Lösungen entwickelt. Diese Erweiterungen laufen direkt im SAP-Umfeld, meist als SAP Fiori- oder UI5-App, und ermöglichen eine nahtlose Integration in bestehende SAP-HR-Prozesse.
Beispielsweise ist die Fiori-App der HR-Com eine vorkonfigurierte Anwendung, die den gesamten ERA-Leistungsbeurteilungsprozess digitalisiert. Sie ist direkt in SAP HCM oder SAP S/4HANA integriert und benötigt weder Middleware noch aufwendige Schnittstellen.

Funktionsweise und Vorteile:

  • Vollständiger digitaler Workflow: HR startet zentral eine Beurteilungsrunde. Führungskräfte sehen auf einem Manager-Self-Service-Dashboard alle zu beurteilenden Mitarbeiter inklusive ihres Bearbeitungsstatus.
  • Intuitive Benutzerführung: Die Oberfläche ist bewusst schlank und intuitiv gestaltet, was die Akzeptanz bei den Nutzern erhöht. Die Bewertungen erfolgen per Klick über den Schieberegler, um Eingabefehler zu minimieren.
  • Integrierte Entgeltsimulation: Dies ist ein zentraler USP der HR-Com-Lösung. Der Manager sieht in Echtzeit das aktuelle und das neue Entgelt, die prozentuale Änderung sowie den Vorjahresvergleich. So entfällt manuelles Rechnen, und die Budgetkontrolle wird direkt in den Prozess integriert.
  • Automatisierte Datenübernahme: Sobald eine Beurteilung abgeschlossen ist, werden die Ergebnisse automatisch und ohne Verzögerung in den SAP-HCM-Standard zurückgeschrieben, beispielsweise in die relevanten Infotypen für die Personalabrechnung.
  • Spezialisiert auf ERA: Die App unterstützt explizit spezifische Tarifanforderungen der Metall- und Elektroindustrie wie Durchschnittsprüfungen und Punktebewertungen.
  • Flexibel: Die Lösung ist in SAP HCM sowie in SAP Successfactors integrierbar.

Praxisbeispiel: Die Wieland Electric GmbH hat mit der HR-Com-App ihre Leistungsbeurteilung in SAP vollständig und papierlos abgebildet. Führungskräfte können Beurteilungen jetzt schneller und fehlerfreier durchführen, was zu einer deutlichen Effizienzsteigerung führt.

Herausforderungen und Abwägung:

Obwohl Add-ons wie die HR-Com-App zahlreiche Vorteile bieten, gibt es einige Punkte zu berücksichtigen. Wartung und Weiterentwicklung liegen bei einem spezialisierten Partner, was einerseits die Verlässlichkeit und Innovationsgeschwindigkeit erhöht, andererseits in gewissem Maße abhängig macht. Es ist daher wichtig, einen Anbieter zu wählen, der langfristige Produktsicherheit und kontinuierliche Updates gewährleistet. Ein weiterer Punkt ist die strategische Ausrichtung auf zukünftige SAP-Roadmaps, wie die „Clean Core“-Strategie in S/4HANA. Seriöse Add-on-Anbieter wie HR-Com sind jedoch in der Lage, ihre Lösungen entsprechend anzupassen und damit die Kompatibilität langfristig sicherzustellen.

▶️Demzufolge sind SAP-integrierte Add-ons die Wahl für Unternehmen, die die Stabilität und Sicherheit ihrer bestehenden SAP-Landschaft bewahren und gleichzeitig von den Vorteilen einer modernen, benutzerfreundlichen Oberfläche profitieren möchten. Sie bieten eine kurze Implementierungszeit, geringen Anpassungsaufwand und eine Spezialisierung auf die spezifischen Anforderungen des deutschen Marktes.

Standalone-Tools mit SAP-Anbindung

Abseits der SAP-Plattform existiert ein Nischenmarkt spezialisierter Softwareanbieter. Diese Tools bieten eigenständige Lösungen, die über komplexe Schnittstellen mit dem SAP-System verbunden sind. Der Funktionsumfang der Tools hängt vom jeweiligen Anbieter ab.

Stärken:

  • Umfangreiche Funktionalität: Diese Tools sind oft auf bestimmte Branchen oder Tarife spezialisiert und bieten eine modulare Funktionalität.
  • Flexible Methoden: Sie unterstützen verschiedene ERA-Methoden (summarisch, analytisch) und können auch Zielvereinbarungen abbilden.
  • Umfangreiche Reports: Sie bieten oft sehr detaillierte Reports, Dokumentengenerierung sowie die Möglichkeit, Notizen zu hinterlegen.

Herausforderungen:

  • Komplexität: Die Anbindung an das SAP-System erfordert komplexe Schnittstellen, die kontinuierlich gewartet und gepflegt werden müssen.
  • Kosten: Es fallen separate Lizenz- und Implementierungskosten an, und die Systemlandschaft wird durch ein zusätzliches externes System erweitert.
  • Datenhoheit: Die Daten liegen in einem externen System, was Fragen zur Datenkonsistenz und Sicherheit aufwerfen kann.

▶️ Diese Lösungen sind dementsprechend eher eine Option für Unternehmen, deren Anforderungen außerhalb des SAP-Ökosystems liegen. Sie erhöhen jedoch die Komplexität der IT-Landschaft und den Wartungsaufwand.

Interne Eigenentwicklungen

Manche Unternehmen entscheiden sich dafür, eine eigene Lösung zur tariflichen Leistungsbeurteilung zu entwickeln. Oft geschieht dies auf Basis von ABAP oder anderen Programmiersprachen.

Stärken:

  • 100 % maßgeschneidert: Die Lösung lässt sich perfekt auf die spezifischen Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnitten.
  • Volle Kontrolle: Sie haben die Kontrolle über die Funktionalität, die Datenhaltung und die Sicherheitsstandards.

Herausforderungen:

  • Hoher Aufwand: Der Entwicklungsaufwand ist enorm, was zu langen Projektlaufzeiten und hohen Personalkosten führt.
  • Wartung: Die Lösung muss kontinuierlich gewartet, aktualisiert und weiterentwickelt werden, was erhebliche interne Ressourcen bindet.
  • Usability-Risiko: Ohne spezialisierte Design-Experten wirken die Oberflächen oft veraltet und weisen eine geringe Benutzerakzeptanz auf.

▶️ Eigenentwicklungen sind also nur für Unternehmen mit sehr starken internen IT-Kapazitäten und einzigartigen Anforderungen sinnvoll.

Zusammenfassung der Weisen Leistungsbeurteilung in SAP abzubilden

MerkmalSuccessFactors Partner-Add-OnsStandalone-ToolEigenentiwcklung
ImplementierungszeitMittel bis LangKurzMittel bis LangSehr lang
AnpassungsaufwandHochGeringMittel Sehr hoch
BenutzerfreundlichkeitAbhängig (Fiori besser)Sehr hoch (Fiori-UI)HochVariabel
SystemintegrationNativNativÜber SchnittstellenNativ
ERA-Einigung Mit AnpassungenKonzipirt für ERASpezialisiertMaßgeschneidert
WartungskostenGering bis MittelGeringHochSehr Hoch

Fazit: Die optimale Lösung für Ihre Leistungsbeurteilung in SAP

Die Wahl der richtigen Software für die Leistungsbeurteilung in SAP ist eine strategische Entscheidung, die die Effizienz, die Integration und die Mitarbeiterakzeptanz beeinflusst.

Während der SAP-Standard mit SuccessFactors einen modernen, ganzheitlichen Ansatz bietet, erfordert die Integration in eine On-Premise-Systemlandschaft zusätzlichen Aufwand. Standalone-Tools sind eine Option für spezifische, tiefgehende Funktionalitäten, erhöhen jedoch die Systemkomplexität. Eigenentwicklungen sind aufgrund des hohen Aufwands und des hohen Risikos nur in Ausnahmefällen empfehlenswert.

Für Unternehmen, die ihre stabile SAP-HCM-Landschaft bewahren und gleichzeitig von den Vorteilen einer modernen, intuitiven Lösung profitieren möchten, sind spezialisierte Add-ons wie die HR-Com Fiori-App die attraktivste Wahl. Sie bieten die nahtlose Integration in Ihr SAP-System, eine hohe Benutzerfreundlichkeit und sind speziell auf die Anforderungen tarifgebundener Unternehmen zugeschnitten.

Die richtige Lösung ist diejenige, die sich nahtlos in Ihre bestehende IT-Landschaft einfügt und von Ihren Mitarbeitern gerne genutzt wird.

FAQs

Was sind die Unterschiede zwischen SAP HCM und SAP SuccessFactors bei der Leistungsbeurteilung?

Der Hauptunterschied liegt in der Systemarchitektur und Integrationstiefe:
SAP HCM ist eine On-Premise-Lösung, die individuell erweitert werden kann, während SuccessFactors cloudbasiert ist und standardisierte Prozesse bietet. SuccessFactors eignet sich besonders für global agierende Unternehmen, während SAP HCM durch Add-ons optimal an deutsche Tarifanforderungen angepasst werden kann.

Sollten wir unsere Leistungsbeurteilung in SAP durch SuccessFactors oder ein AddOn abbilden?

Die Wahl sollte basierend auf Ihren Anforderungen und strategischen Aufstellung treffen:
SAP-integrierte Add-ons sind die Wahl für Unternehmen, die die Stabilität und Sicherheit ihrer bestehenden SAP-Landschaft bewahren und gleichzeitig von den Vorteilen einer modernen, benutzerfreundlichen Oberfläche profitieren möchten. Sie bieten eine kurze Implementierungszeit, geringen Anpassungsaufwand und eine Spezialisierung auf die spezifischen Anforderungen des deutschen Marktes.
SuccessFactors eignet sich vor allem für international aufgestellte Organisationen mit bestehender Cloud-Strategie. Für rein deutsche, tarifgebundene Unternehmen mit einer etablierten SAP-HCM-Landschaft kann der Integrationsaufwand jedoch höher ausfallen – insbesondere hinsichtlich der Kosten, der Anpassungstiefe und der Systemlandschaftskompatibilität.

Fuhrparkmanagement in SAP® Fiori

– Die digitale Lösung für ein modernes Fuhrparkmanagement von HR-Com für Ihr Fiori-System

Ein moderner Fuhrpark braucht moderne Werkzeuge. Viele Unternehmen verwalten ihre Dienstfahrzeuge noch immer mit verstreuten Excel-Listen, E-Mails oder papierbasierten Prozessen. Das kostet Zeit, führt zu Fehlern und schafft unnötige Komplexität.

SAP® bietet mit dem Fiori Launchpad und den Fiori Apps eine moderne Nutzeroberfläche für SAP®-Anwendungen. Ein neues, schlankes Design und eine moderne App-Gestaltung machen die Nutzung von SAP® einfacher denn je. Jedes neue SAP®-Produkt wird mit dem modernen Fiori-Design entwickelt. Dank vielfältiger Apps ist es einer großen Zahl von Nutzern möglich, Daten in SAP® zu pflegen.

Mit unserer neuen eigenentwickelten SAP-Fiori-App für das Fuhrparkmanagement heben wir diese Prozesse auf ein neues Niveau. Die App wurde für Fuhrparkmanager und Mitarbeitende entwickelt – intuitiv, mobilfähig und tief in SAP HCM integriert.

Das digitale Fuhrparkmanagement

Die App zentralisiert alle Vorgänge rund um Dienstfahrzeuge und macht diese für alle Beteiligten zugänglich. Dadurch gibt es weniger manuellen Aufwand, mehr Transparenz und schnellere Abläufe!

Features

1. Zentrale Übersicht für Fuhrparkmanager

Fuhrparkmanager sehen alle relevanten Fahrzeugdaten auf einen Blick:

  • Fahrzeugtyp, Kennzeichen, Vertragsdaten
  • Laufzeiten & Kosten
  • Zuweisung zu Mitarbeitenden
  • Dokumentenübersicht

Die Verwaltung erfolgt vollständig digital – von der Neuanlage bis zur Stilllegung eines Fahrzeugs.

- Die digitale Lösung für ein modernes Fuhrparkmanagement in SAP von HR-Com

2. Mitarbeitende behalten ihr eigenes Dienstfahrzeug im Blick

Mitarbeitende können in derselben App:

  • sämtliche Fahrzeugdaten einsehen
  • Dokumente abrufen
  • Termine verwalten
  • Erinnerungen empfangen

Damit wird das Fuhrparkmanagement im Unternehmen transparenter und selbstständiger.

3. Intelligente Automatismen für Fuhrparkmanagement in SAP®

Um häufige Berechnungen und Prüfungen zu minimieren, werden verschiedene Kenngrößen automatisch berechnet und miteinander verglichen.
Dank der Integration in SAP HCM werden abrechnungsrelevante Daten mit anderen Infotypen verglichen.
Auch können die Entfernungskilometer dank der Anbindung an die Google-Maps-API automatisch berechnet werden.
Dadurch entfällt das manuelle Errechnen, Prüfen und Übertragen von Daten – alles aktualisiert sich automatisch im Hintergrund.

Die digitale Lösung für ein modernes Fuhrparkmanagement in SAP von HR-Com

4. Terminmanagement mit Erinnerungsfunktion

Ein besonderes Highlight ist das integrierte Terminsystem:

  • Führerscheinprüfung
  • Sicherheitsunterweisung
  • Werkstatttermine
  • Leasing-Ende

Erinnerungen werden automatisch ausgelöst – so bleibt kein wichtiger Termin mehr liegen.

5. Self-Service für Mitarbeitende

Moderne Fuhrparks leben von Mitarbeitenden, die ihre Aufgaben schnell erledigen können.
Dafür bietet die App Self-Service-Funktionen wie z.B. die Terminbuchung für den Reifenwechsel.
Alles geschieht ohne Umwege, ohne Papier und direkt im System.

6. SAP-Fiori & SAP HCM kompatibel

Die Anwendung nutzt das bekannte SAP-Fiori-Design – leicht, flexibel, mobil und intuitiv. Sie läuft auf:

  • Desktop
  • Tablet
  • Smartphone

Egal, wo Ihre Mitarbeitenden sind: Der Fuhrpark bleibt immer im Blick.
Sollten Sie dennoch lieber in der klassischen SAP GUI arbeiten wollen, so können fast alle Funktionen der App auch über den neuen kundeneigenen Infotypen in der SAP GUI genutzt werden.

Ein Quantensprung im Fuhrparkmanagement

Unsere neue Fiori-App bringt Struktur, Transparenz und Automatisierung in einen Bereich, der bisher oft unterschätzt wurde. Unternehmen profitieren von:

✔ deutlich weniger manuellem Aufwand
✔ automatisierten Abläufen
✔ klarer und moderner User Experience

Ob Fuhrparkmanager oder Mitarbeitende – die App vereinfacht das Leben aller Beteiligten.

Interesse geweckt?

Profitieren Sie von unserer Erfahrung und Kompetenz in der Personalwirtschaft. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme! Gerne passen wir unsere Lösungen im SAP®-Fiori-Bereich nach Ihren Wünschen an.

Wir präsentieren unsere SAP®-Fiori-Anwendungen gerne in einer Web-Session und erstellen Ihnen ein passendes Angebot.

Was ist der Abrechnungsverwaltungssatz PA03?

Die SAP HCM Transaktion PA03 dient der Pflege des Personalabrechnungsverwaltungssatzes („Payroll Control Record“) und ist ein zentrales Steuerungselement für die Personalabrechnung im SAP HCM System.

was ist der Abrechnungsverwaltungssatz PA03?

Mit PA03 wird für jeden Abrechnungskreis festgelegt:

  • Welche Abrechnungsperiode aktuell ist (d.h. für welchen Monat die Lohnabrechnung durchgeführt werden soll, oder bereits abgerechnet wurde).
  • Lauf: Anzahl der bereits durchgeführten Abrechnungsläufe dieser Periode.
  • Der Status der Abrechnung (z.B. „Frei zur Abrechnung“, „Frei zur Korrektur“, „Ende der Abrechnung“ etc.). Diese Statuswerte steuern, wer während welcher Phase Daten pflegen oder abrechnen darf.
  • Die „Rückrechnungsgrenze“ – bis zu welcher Periode rückwirkende Korrekturen noch möglich sind.
  • Der Abrechnungsverwaltungssatz schützt die Daten, indem er gleichzeitige Änderungen und Abrechnungen verhindert: Während einer laufenden Abrechnung dürfen z.B. keine Stamm- oder Bewegungsdaten geändert werden, die die Abrechnung dieses Zeitraums beeinflussen würden.

Was sind die letzten Änderungen am Abrechnungsverwaltungssatz?

  • Datum und Uhrzeit der letzten Änderung,
  • Benutzer, der die Änderung vorgenommen hat,
  • und Status, auf den der Abrechnungskreis gesetzt wurde.

Über den Menüpunkt Springen à  Protokoll Verw.Satz wird eine historische Auflistung dieser Veränderungen angezeigt:

Abrechnungsverwaltungssatzes PA03, Anzeige der Änderungen
Änderungsverlauf Abrechnungsverwaltungssatzes PA03

Bedeutung der Transaktion PA03 im SAP HCM Workflow:

  • Ohne einen korrekt gepflegten Verwaltungssatz in PA03 ist keine Fehler-freie und gesetzeskonforme Personalabrechnung möglich.
  • Die Transaktion stellt sicher, dass die Periodenabgrenzung und Rückrechnungsmöglichkeiten exakt eingehalten werden.

Hinweis: Diese Transaktion sollte nur von berechtigten Payroll-Sachbearbeitern genutzt werden, da eine fehlerhafte Bedienung zu schwerwiegenden Abrechnungs- oder Datenproblemen führen kann.

Brauchen Sie Unterstützung bei der Umsetzung? Unser Team hilft Ihnen gerne!

KI in SuccessFactors

KI-gestütztes Schreiben in SAP SuccessFactors

Künstliche Intelligenz erleichtert den Arbeitsalltag in vielen Bereichen. Die Erstellung und Optimierung von Texten ist ein Bereich davon, in dem KI bereits heute sehr effektiv unterstützen kann. In der Personalwirtschaft sind an unterschiedlichsten Stellen Texte zu formulieren, weshalb der Einsatz von KI hier zu einer immensen Zeitersparnis führen kann und dadurch einen deutlichen Mehrwert generiert.

Zur Aktivierung des KI-gestützten Schreibens in SuccessFactors ist ein Vertrag notwendig, der die KI-Nutzung beinhaltet. Wird bisher keine KI in SuccessFactors genutzt, dann ist hierfür die SAP oder der jeweilige Vertragspartner zu kontaktieren. Ein Teil der KI-Funktionalität in SuccessFactors ist kostenfrei. Der Einsatz von KI-gestütztem Schreiben ist jedoch kostenpflichtig und wird pro Nutzung abgerechnet.

Aktivierung von KI-gestütztem Schreiben

Für die Nutzung sind zwei Schritte erforderlich:

  • Die Aktivierung im System erfolgt über das Panel zur Verwaltung von KI-Services in SuccessFactors.
  • Der Anwender muss für die Nutzung der Funktionalität berechtigt werden.

Mit dem KI-gestütztem Schreiben arbeiten

Bei der Bearbeitung eines Textes erscheinen die KI-Funktionen automatisch innerhalb des Textfensters.

Folgende Funktionen können über die angezeigten Buttons genutzt werden:

  • Schreiben erweitern – verbessert die Grammatik, Rechtschreibung und Wortwahl
  • Ton ändern – ermöglicht den Ton des Textes professioneller, persönlicher oder konstruktiver klingen zu lassen
  • Text kürzen – Kürzt den Text
  • Text verlängern – erweitert den Text
  • Aufzählung erstellen – Baut den Text in Form einer Aufzählung um
  • Text analysieren – Analysiert den Text
  • Übersetzen – übersetzt den Text in eine andere Sprache

Wo steht KI-gestütztes Schreiben in SuccessFactors zur Verfügung

In folgenden Modulen wird KI-gestütztes Schreiben angeboten:

  • Recruiting
    Erstellung von Stellenprofilen und Stellenausschreibungen und hilft beim Verfassen von Bewertungen und Interviewfragen
  • Performance and Goals
    Formulierung von Entwicklungszielen, Mitarbeiterempfehlungen und Feedbacktexten
  • Onboarding
    Erstellung und Optimierung von Checklisten und Begrüßungstexten
  • Learning
    Erstellen von Lerninhalten
  • Employee Central
    Texten in Self-Service-Funktionen

Der Funktionsumfang erweitert sich mit jedem Release.

Fazit

Das KI-gestützte Schreiben erleichtert den Umgang mit Texten in SuccessFactors sehr. Durch die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten stellt das eine wesentliche Hilfe zur Unterstützung großer Anwendergruppen zur Verfügung. Wenn die oben genannten Module in SuccessFactors genutzt werden, sollte man über einen Einsatz nachdenken.

Objektmanager in SAP HCM

Der Objektmanager in SAP HCM ist ein hilfreiches Werkzeug, wenn es darum geht, Personalstammdaten effizient zu verwalten. Besonders praktisch ist er, um  bei mehreren Personalnummern gleichzeitig Änderungen vorzunehmen. Im Objektmanager werden alle relevanten Mitarbeitenden auf einen Blick sichtbar. Dies macht es deutlich einfacher, die richtigen Personen auszuwählen und direkt auf die entsprechenden Infotypen, wie Gehälter, Abwesenheiten oder andere Themen, die nicht über die Schnellerfassung möglich sind, zuzugreifen.

Durch diese Übersicht lassen sich Änderungen schnelldurchführen, da Sie nicht jeden Mitarbeitenden einzeln suchen müssen.

In unserem Beispiel haben wir eine Excel Tabelle mit 20 Personaldaten, die im Infotyp 0008 (Basisbezüge) angepasst werden müssen.

Um die Personalnummern im Objektmanager angezeigt zu bekommen, rufen Sie die Transkation PA30 auf

Danach gehen Sie über Einstellungen -> Objektmanager einblenden

Auf der linken Seite Ihres Bildschirms öffnet sich nun eine weitere Ansicht, in der Sie die Möglichkeit haben verschiedene Suchkriterien anzugeben. Die „Sammelsuchhilfe“ ermöglicht es, Mitarbeitende entweder über ihren Vor- oder Nachnamen oder anhand ihrer organisatorischen Zugehörigkeit zu finden.

Über das Feld „Suchbegriff“ kann gezielt nach einer Organisationseinheit oder nach einer Planstelle gesucht werden.

Die „Freie Suche“ ermöglicht es, mehrere Personalnummern gleichzeitig auszuwählen.

Es öffnet sich ein zusätzliches Fenster, in dem Sie unter der Feldgruppe „Schlüsselfelder“ z.B. die Personalnummer anklicken können und in allen drei Kästchen einen Haken setzen. Das ermöglicht Ihnen, nach den Personalnummern zu selektieren. Über den Button  (weitere Werte) können Sie eine Vielzahl an Personalnummern eintragen.

Wenn Sie nun mehrere Personalnummern aus einer Excel Tabelle haben, können Sie diese kopieren und über das Einfügen aus Zwischenablage (1.) in die Einzelwerte einfügen. Danach klicken Sie auf Übernehmen (2.)

Danach klicken Sie über den grünen Haken auf Bestätigen.

Nun haben Sie alle Personalnummern aus Ihrer Excel auf einen Blick und können diese der Reihe nach aufrufen und gleichzeitig im Infotyp bleiben. Dadurch sparen Sie sich Zeit und müssen nicht für jede Personalnummer von Neuem den zu pflegenden Infotypen aufrufen.

Sollten Sie sehr große Datenmengen zum Einspielen haben, melden Sie sich bei uns. Wir unterstützen Sie gerne bei der Einspielung von Massendaten.

SV-Zertifikat in SAP HCM einfach prüfen – mit dem Report RPUSVHD1

Damit Meldungen an die Sozialversicherung reibungslos über den GKV-Server übermittelt werden können, benötigen Unternehmen ein gültiges SV-Zertifikat in SAP HCM. Dieses Zertifikat ist zeitlich befristet und muss in regelmäßigen Abständen verlängert werden. Läuft es ab, können keine Meldungen mehr gesendet werden – was in der Praxis zu unnötigen Verzögerungen und Problemen zwischen der Kommunikation mit den Sozialversicherungsträgern führt.

Die gute Nachricht: Die Prüfung der Gültigkeit ist in SAP HCM mit ein paar Klicks erledigt.

Mit dem Report RPUSVHD1 lässt sich jederzeit schnell feststellen, bis wann das aktuelle Zertifikat gültig ist.

Ihre Vorteile:

  • Transparenz: Sie sehen sofort, bis wann Ihr Zertifikat gültig ist.
  • Frühzeitige Planung: Verlängerungsanträge können rechtzeitig gestellt werden.
  • Sicherheit: Sie vermeiden Unterbrechungen im Datenaustausch mit den Sozialversicherungsträgern.

So funktioniert’s:

  • Report RPUSVHD1 über die Transaktion SA38 starten

Wählen Sie die Betriebsnummer Ihres Unternehmens aus und klappen Sie den Ordner auf. Dann klappen Sie nochmal den Ordner „Übersicht Zertifikate (PSE) aus T5D4X“ auf und wählen mit Doppelklick „eigenes Zertifikat“

Im unteren Fenster sehen Sie dann Ihr aktuelles Zertifikat mit Beginn- und Enddatum:

Damit haben Sie innerhalb weniger Klicks die Sicherheit, wie lang das Zertifikat noch gültig ist, um rechtzeitig eine Verlängerung zu beantragen.

Unser Tipp: Prüfen Sie das Gültigkeitsdatum mindestens einmal im Jahr und notieren Sie sich den Ablauf im Kalender. So stellen Sie sicher, dass die Verlängerung früh genug angestoßen wird und Ihr Meldeverfahren jederzeit reibungslos läuft.


kostenlose Tickets für Zukunft Personal München

Tickets für die Teilnahme an der Zukunft Personal München 2025!

Wir sind sehr froh, ankündigen zu dürfen, dass wir als Aussteller auf der Zukunft Personal München Ihnen kostenfreie Tickets für den 15. und 16. Oktober 2025 zur Verfügung stellen dürfen!

Wie erhalte ich meine Tickets?

Holen Sie sich hier ihr kostenfreies Mehrtagesticket mit dem folgendem Vouchercode: EXC_HRCom_Blog

Was erwartet mich auf der ZPM25?

Auf der Messe stehen Themen wie Recruiting, Personalmanagement, BGM und Weiterbildung im Fokus. HR-Com wird einen besonderen Schwerpunkt auf Personalmanagement und BGM setzen. Folgendes steht an:

  1. Unsere BEM Zentrale geht in die Cloud! Damit machen wir das Betriebliche Eingliederungsmanagement noch flexibler und einfacher zugänglich. Gemeinsam mit unserem Partner Escriba haben wir eine moderne Oberfläche geschaffen, die Daten aus Cloud-Systemen wie SAP SuccessFactors direkt einbindet. So können Sie BEM-Fälle zentral erfassen, analysieren und bearbeiten – unabhängig davon, wo Ihre Daten liegen. Das Ergebnis: weniger manuelle Arbeit, mehr Transparenz und eine deutlich schnellere Bearbeitung Ihrer BEM-Prozesse.
  2. Im Rahmen von dem Thema Gesundheitsmanagement werden wir außerdem BradfordMetrics vorstellen – ein wichtiges Tool zur Auswertung und automatisierten Prozesssteuerung rund um das Abwesenheitsverhalten Ihrer Mitarbeitenden, um fundierte Entscheidungen zur Verbesserung der Mitarbeitergesundheit und -produktivität zu treffen.
  3. Einweihung unseres ChatBot Toni – das Bindeglied zwischen der HR-Abteilung und dem Mitarbeiter. Das Ziel von Toni ist den operativen Alltag eines HR-Mitarbeiters zu entlasten indem Mitarbeiter Toni typische Fragen stellen können. Toni gibt Auskünfte zu Fragen wie
    „Wie viele Urlaubstage bleiben mir noch?“,
    „Wie funktioniert Elternzeit oder Pflegezeit?“ oder
    „Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?“ geben und Sie haben Zeit, sich auch Ihre eigentlichen Aufgaben zu fokussieren.
  4. Live-Demo unserer Leistungsbeurteilung in der Fiori App! Erleben Sie, wie moderne Leistungsbeurteilungen digital abgebildet werden können. Unsere Fiori-App ermöglicht es, Ziele transparent zu definieren, Feedback strukturiert zu erfassen und den gesamten Bewertungsprozess übersichtlich zu steuern. Dabei steht eine intuitive Oberfläche im Vordergrund, die Führungskräfte und Mitarbeiter gleichermaßen unterstützt. Das Ergebnis: weniger Papierarbeit, klarere Kommunikation und fundierte Entscheidungsgrundlagen für Ihre Personalentwicklung.
  5. Kommen Sie ins Gespräch mit jahrelangen Experten der Branche: unserem Geschäftsführer Thorsten Klandt, unseren Head of Trends and Innovation Richard Hassmann und Head of Products Joachim Veser, sowie unserem Productmanager Bernard Berger.

Wollten Sie schon länger ein Produkt in Praxis sehen oder wir Ihr Interesse geweckt? Dann holen Sie sich jetzt ein Ticket HIER mit dem Vouchercode EXC_HRCom_Blog und schauen Sie am Stand C.25 vorbei, wir freuen uns auf Sie!

Tipps zur Vereinfachung des Arbeitsalltages der Stammdatenpflege in SAP

  1. Namenskonventionen von Infotypen – Kurzer Überblick

0000 – 0999: Pflege von Personalstammdaten und Bewerberdaten

1000 – 1999: Stehen für HCM-Plandaten zur Verfügung

2000 – 2999: Erfassung von Zeitwirtschaftsdaten

9000 – 9999: für kundenindividuelle Infotypen reserviert

Anzeige der Infotypnummern (da nicht im Standard vorgesehen)

  • Einblendung der Infotypnummern über Eingabe eines bestimmten Benutzerparameters möglich -> Vereinfachung Arbeitsalltag, schnellere Suche möglich
  • Wie: Aufruf der Benutzervorgaben über SAP – Menüzeile „System“ -> Eigene Daten
    Parameter für Anzeige der Infotypnummer hinterlegen

Oder:
Eingabe „SU3“ im Befehlsfeld:

Dann: Parameter zur Infotypnummernanzeige manuell hinterlegen:

HR_DISP_INFTY_NUM und bei Parameterwert mit „X“ aktivieren. Benutzervorgaben speichern.

Vorher:

Nachher:

  • Direkte Auswahl -> Aufruf der Infotypnummer oder Zeicheneingabe

Über direkte Auswahl im Startbildschirm PA20 – Personalstammdaten anzeigen bzw. PA30 – Personalstammdaten pflegen, kann man die 4-stellige Infotypnummer eingeben, um direkt zu dem gewünschten Infotyp zu kommen, wenn man diese kennt:

Beispiel: Eingabe 0009 – > Enter: Bankverbindung erscheint

Dann über Listbild oder Bearbeiten, anzeigen wie gewünscht fortfahren.

Wenn man die Infotyp-Nummer nicht weiß, hat man weitere Möglichkeiten des Aufrufs:

Man kann die ersten 4 Zeichen des Infotypnamens eingeben oder mit * auffüllen:

Beispiel: Man kennt nicht alle Infotypen, die zum Themengebiet Pfändung gehören. Über Eingabe „Pf.D*“ im Feld Direkte Auswahl kommt man zu folgendem Ergebnis:

Hinweis: SAP erkennt immer die ersten 4 Zeichen und gibt den dahinterliegenden Infotyp aus. Mit * können fehlende Zeichen aufgefüllt werden als Platzhalter.

Nun kann man den gewünschten Infotyp direkt anwählen und weiter wie gewünscht bearbeiten.

Oder:

Man kann über die Reiter die wichtigsten Daten zum Personalfall aufrufen:

Überall, wo im Status ein grünes Häkchen gesetzt ist, sind Daten gepflegt. Ohne dieses Häkchen gibt es hier bislang keine Datenpflege:

Weiterbeschäftigung von Rentnern – Was Arbeitgeber in SAP HCM beachten sollten

Mit der zunehmenden Zahl älterer Arbeitnehmer rückt die Weiterbeschäftigung von Rentnern immer stärker in den Fokus von Personalabteilungen. Dabei spielen nicht nur sozialversicherungsrechtliche Fragen eine Rolle, sondern auch technische Anpassungen im SAP-HCM System.

1. Sozialversicherungsrechtliche Grundlagen

Rentner:innen, die nach dem Eintritt in den Ruhestand weiterarbeiten, unterliegen besonderen Regelungen:

  • Altersvollrentner vor Erreichen der Regelaltersgrenze sind rentenversicherungspflichtig.
  • Nach Erreichen der Regelaltersgrenze entfällt die Pflicht zur Rentenversicherung – außer der Arbeitnehmer verzichtet ausdrücklich auf diese Versicherungsfreiheit („Flexirente“).
  • Seit 2023 sind Hinzuverdienstgrenzen für Altersrenten aufgehoben, was mehr Flexibilität ermöglicht.

2. Technische Umsetzung in SAP HCM

Zum 1. Januar 2024 wurden im Rahmen gesetzlicher Anforderungen (z. B. Flexirentengesetz) neue Felder im Infotyp 0020 (DEÜV) eingeführt:

  • Rentenart (z. B. Altersvollrente, Teilrente, Erwerbsminderung)
  • Beginn der Rente
  • Regelaltersgrenze erreicht am (automatisch berechnet)
  • Verzicht auf RV-Freiheit (Ja/Nein mit Datumsangabe)

Diese Daten sind relevant für:

  • Plausibilitätsprüfungen in der Abrechnung (Zusammenhang mit Infotyp 0013 – Sozialversicherung)
  • Zuweisung der richtigen Personengruppen- und Beitragsgruppenschlüssel
  • Vermeidung von Fehlern und Warnungen im Abrechnungsprozess

3. Fazit

Für Unternehmen ist es essenziell, die neuen Felder im System korrekt zu pflegen, da sonst die Abrechnung ab Juli 2025 auf Fehler läuft und der Mitarbeiter nicht mehr abgerechnet werden kann.

In 6 einfachen Schritten zum Zeitnachweis in SuccessFactors

Wer im SF-Timetracking-Umfeld arbeitet, kennt das: Früher oder später äußert jeder Kunde den Wunsch nach einem übersichtlichen und flexiblen Zeitnachweis. Ein solcher Zeitnachweis ist nicht nur für die interne Verwaltung und Abrechnung wichtig, sondern auch für die Transparenz und Nachvollziehbarkeit der geleisteten Arbeitsstunden.

In diesem Beitrag zeige ich Ihnen, wie Sie in wenigen Schritten einen solchen Zeitnachweis konfigurieren können. Dabei werden wir uns auf die wichtigsten Einstellungen und Anpassungen konzentrieren, um sicherzustellen, dass der Zeitnachweis genau auf die Bedürfnisse Ihres Unternehmens und Ihrer Mitarbeiter zugeschnitten ist. Damit lässt sich für jeden genehmigten Zeitraum im Arbeitszeiterfassungsbogen ein Zeitnachweis pro Mitarbeiter erstellen, der alle relevanten Informationen übersichtlich darstellt.

1.    Voraussetzungen – Berechtigungen

Bevor Sie loslegen, prüfen Sie bitte die notwendigen Berechtigungen. Alle Details dazu finden Sie direkt in der SAP-Hilfe.

2.    Dokumentvorlage verwalten

Im ersten Schritt legen Sie das Layout und die Platzhalter für den Zeitnachweis fest. Dafür erstellen Sie eine sogenannte „Dokumentgenerierungsvorlage“ über die Aktion Dokumentgenerierung > Dokumentvorlage verwalten.

Platzhalter werden dabei im Format [[name]] definiert. Diesen wird in den folgenden Schritten der Inhalt zugeordnet.
Formatierungen oder Anpassungen am Quellcode können Sie direkt über die Funktionsleiste im Template Content vornehmen.

Die Spaltenbreite in unserem Beispiel passt sich automatisch an den Inhalt an. Hier der entsprechende Code im Quelltext:
<table style="border-collapse: collapse; border-width: 1px; border-spacing: 3px;" border="1">

Hier noch ein Beispiel für eine Tabelle mit zwei Spalten und fester Spaltenbreite:
<table style="border-collapse: collapse; width: 99.9622%; border-width: 0px;" border="1"><colgroup><col style="width: 49.8567%;"><col style="width: 49.8567%;"></colgroup>

3. Dokumentvorlagenzuordnung verwalten

Im nächsten Schritt weisen Sie den Platzhaltern die entsprechenden Inhalte zu.
Dies geschieht über die Aktion „Dokumentvorlagenzuordnung verwalten“.

Für die Zuordnung gibt es mehrere Möglichkeiten:

Über eine Regel

Hier können Sie Geschäftsregeln zuordnen, z. B. für:

  • das aktuelle TagesdatumZeitnachweis erstellen
  • den Vor- und Nachnamen der Führungskraft (Manager)

Über eine Referenz
Diese Felder werden direkt aus den SF-Zeitwirtschaftsdaten bereitgestellt. Eine Besonderheit sind die Vorlagen „Wichtiger Fakt 1 – 10“, die Sie mit Zeittypgruppen belegen können. Wie das funktioniert, zeige ich Ihnen im nächsten Schritt.

Über die direkte Zuweisung
Dabei kommen Daten aus dem Personenprofil zum Einsatz.

4.    Wichtige Fakten für Zeitnachweis definieren

Zunächst legen Sie unter Daten verwalten fest, welche Zeittypgruppen als „Wichtiger Fakt des Arbeitszeiterfassungsbogens“ verwendet werden sollen.

Wichtig:
Nur Zeittypgruppen, die als Zeitlohnart, Zeitsammler oder Zeitcontainer definiert sind, sind zulässig.

Im nächsten Schritt erstellen Sie unter „Daten verwalten“ eine eigene Zeitnachweiskonfiguration.

Hier legen Sie fest:

  • welche Dokumentenvorlage genutzt wird,
  • welche Daten pro Woche oder Zeitraum aggregiert werden sollen,
  • und welche wichtigen Fakten mit der jeweiligen Dokumentenzuordnung verknüpft sind.

5.    Zuordnung zum Zeiterfassungsprofil

Nun fehlt noch die Verknüpfung zum Zeiterfassungsprofil, das den Mitarbeitenden im Personenprofil unter Stelleninformationen zugeordnet ist. Über Daten verwalten > Zeiterfassungsprofil weisen Sie im Bereich Zeitnachweis die erstellte Zeitnachweiskonfiguration zu.

6. Den Zeitnachweis für einen Mitarbeiter erstellen

Sind alle Schritte erledigt und liegen genehmigte Arbeitszeiterfassungsbögen für einen Mitarbeiter vor, kann der Zeitnachweis erzeugt werden.

Dies kann auf zwei Arten erfolgen:

  • Direkt im Personenprofil → Zeitmanagement → Zeitformulare
  • Oder über Zeit verwalten → Reiter Zeitformulare (Time Admins)

7.    Fazit

Die Konfiguration eines Zeitnachweises in SuccessFactors klingt auf den ersten Blick nach viel Aufwand – ist aber mit der richtigen Vorgehensweise schnell erledigt. Mit einer klaren Schritt-für-Schritt-Anleitung und den richtigen Einstellungen können Sie den Prozess erheblich vereinfachen.

Von der Erstellung einer passenden Vorlage über die präzise Zuweisung der relevanten Daten bis hin zur nahtlosen Einbindung ins Zeiterfassungsprofil: Wenn diese Schritte sorgfältig und systematisch umgesetzt werden, lässt sich der Zeitnachweis später einfach und flexibel nutzen. Dies spart nicht nur Zeit und Mühe, sondern sorgt auch für eine hohe Genauigkeit und Transparenz bei der Erfassung und Auswertung der Arbeitszeiten Ihrer Mitarbeiter.

Ein gut konfigurierter Zeitnachweis bietet zahlreiche Vorteile. Er ermöglicht eine effiziente Verwaltung der Arbeitszeiten, erleichtert die Abrechnung und unterstützt die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben. Zudem trägt er zur Zufriedenheit der Mitarbeiter bei, da diese jederzeit einen klaren Überblick über ihre geleisteten Stunden und deren Genehmigungsstatus haben.